Bundesliga

BR Volleys lassen Solingen nur im dritten Satz mitspielen

Spitzenreiter BR Volleys erteilt dem Schlusslicht aus Solingen eine Lehrstunde. Trainer Serniotti wechselt sein Team kräftig durch.

Graham Vigrass setzt zum Schmetterball gegen Solingen an

Graham Vigrass setzt zum Schmetterball gegen Solingen an

Foto: imago sportfotodienst / imago/Bernd König

Berlin.  Wenn der Tabellenerste auf den Tabellenletzten trifft, kann es mitunter recht schnell gehen in der Volleyball-Bundesliga. Am Sonntagnachmittag brauchten die BR Volleys genau 68 Minuten, um das Spiel gegen die Solingen Volleys 3:0 (25:17, 25:11, 25: 20) zu gewinnen. „Das war eine eindeutige Angelegenheit“, freute sich Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand.

Wie nach dem Pokal-Viertelfinale gegen Lüneburg angekündigt, wechselte Trainer Roberto Serniotti kräftig durch. Gegen Solingen blieben nur die beiden Kanadier Steven Marshall und Graham Vigrass in der Startformation. Dazu gesellten sich Ruben Schott, Aleksandar Okolic, Wouter Teer Maat und Sebastian Kühner. Die neue Formation musste sich erst finden.

Mit sieben Aufschlagfehlern machten die BR Volleys wie schon häufiger in dieser Saison kräftig Punkte für die Gegner mit, doch als hinter Serniottis hochgezogenen Augenbrauen schon die eine oder andere Sondereinheit Aufschlagtraining Gestalt anzunehmen drohte, fingen sich seine Spieler.

In den ersten zwei Sätzen kaum Fehler

Im zweiten Satz erzielten die Berliner drei Asse, insgesamt waren es fünf. So investierten die Profis auch gleich in den Nachwuchs, denn für jedes Ass zahlt der Verein 50 Euro aufs Konto der SCC Juniors ein.

Auffällig war darüber hinaus die geringe Fehlerquote des Tabellenführers gegen den Aufsteiger. Abgesehen vom Service unterlief dem Favoriten in den ersten zwei Sätzen kein einziger Fehler. Der dritte Satz drohte dann beinahe zu entgleiten. „Das ist typisch, wenn man einen Satz so hoch gewinnt“, erklärte Ruben Schott: „Da lässt die Konzentration nach.“

Auf der anderen Seite war zudem Außenangreifer Ziga Zupanc aufgewacht. Der Slowene, der in den ersten 40 Minuten mehr Fehler als Punkte produziert hatte, schwang sich auf, zum Helden des Tages zu werden, als er sein Team 16:13 in Führung brachte. Genau wie Ruben Schott war er mit 16 Punkten bester Punktsammler seines Teams. Soweit, dass Solingen sich ausgerechnet gegen den Spitzenreiter mit dem zweiten Satzgewinn der Saison schmücken konnte, kam es nicht. Dafür sorgten sie am Ende selbst — mit einem Aufschlagfehler von Zuspieler Huib de Boer.