Pokal

BR Volleys gewinnen Pokalschlacht gegen United

Pokal-Duell im Achtelfinale endet 3:1. Erst mit der Hereinnahme des Kanadiers Marshall wird das Spiel stabiler. Nächster Gegner Lüneburg.

Der Berliner Nikola Kovacevic (M.) will am Block vorbei

Der Berliner Nikola Kovacevic (M.) will am Block vorbei

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Berlin.  Roberto Serniotti stürmte jubelnd vom Feld — aber halt, das Spiel war ja noch gar nicht vorbei. Der Trainer der BR Volleys hatte einen Netzfehler übersehen, statt 25:23 stand es 24:24 im Achtelfinale des Volleyball-Pokals zwischen seinem Team und den United Volleys Rhein-Main.

Sechs Monate ist es her, dass die Berliner Volleyballer in ihrer Heimhalle die Meisterschale in die Höhe stemmten, und kaum eine Partie hätte den Volleyballtempel angemessener aus dem Sommerschlaf erwecken können, als die spannende Begegnung am Donnerstagabend, die die BR Volleys schließlich 3:1 für sich entschieden konnten (21:25, 25:22, 25:22, 27:25).

Die Gäste aus Rüsselsheim setzen die Berliner von Beginn an mit scharfen Aufschlägen unter Druck. Die BR Volleys produzierten sieben Servicefehler bei einem Ass. Diese Quote war dann auch ausschlaggebend für den Satzverlust, von dem sich die Berliner aber schnell erholten. Ende des ersten Durchgangs wechselte Serniotti Steven Marshall ein.

Stark im Block

Mit dem kanadischen Nationalspieler, der das Feld fortan nicht mehr verließ, kehrte die Gewinnermentalität des Triplesiegers zurück. Mit 5:1 startete Berlin in den zweiten Durchgang, mittendrin ein kämpferischer Marshall, der bei einer der Abwehraktionen sogar in der Werbebande landete. Auch dank einer starken Block-Abwehrleistung gingen Satz zwei und drei an die Gastgeber.

Doch die United Volleys hatten keine Lust, ihren Pokaltraum zum zweiten Mal in Folge in Berlin zu begraben. 21:17 führten sie im vierten Satz, mussten sich dann aber am Ende beugen in einer Partie, welche die 4135 Zuschauer für die lange Volleyball-Pause mit dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale belohnte. Dies findet am 10. November ebenfalls in der Schmelinghalle statt. Dort trifft Steven Marshall ausgerechnet auf seinen alten Klub, die SVG Lüneburg (3:0 gegen VfL Pinneberg).