Volleyball

Jetzt können die BR Volleys den vierten Titel holen

In Berlin findet im Oktober erstmals ein Supercup statt. Eine einmalige Chance für die Volleys und in jeder Hinsicht eine Premiere.

Und wieder geht es gegen Friedrichshafen: Wie beim Bundesliga-Finale am 1. Mai wollen die Volleys auch im Oktober beim Supercup-Finale die Nase vorn haben. Hier nimmt Berlins Nicolas le Goff (r.) Friedrichshafens Baptiste Geiler in den Arm

Und wieder geht es gegen Friedrichshafen: Wie beim Bundesliga-Finale am 1. Mai wollen die Volleys auch im Oktober beim Supercup-Finale die Nase vorn haben. Hier nimmt Berlins Nicolas le Goff (r.) Friedrichshafens Baptiste Geiler in den Arm

Foto: nph / Kurth / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Drei Titel innerhalb eines Jahres zu gewinnen, war für die BR Volleys eigentlich Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Nach dem Triple aus Meisterschaft, DVV-Pokal sowie CEV-Cup dachten sie wohl, dass dies das Ende sei. Doch die Berliner können in diesem Jahr einen vierten Titel holen. „Das ist eine große Chance für uns, ich glaube, das ist noch nicht vielen Klubs gelungen“, sagte Volleys-Kapitän Robert Kromm.

Möglich wird das sogenannte Qua-drupel durch einen mutigen Schritt der Volleyball-Bundesliga (VBL): Anstatt wie in den Vorjahren die Saisoneröffnung in den Ligabetrieb zu integrieren, wird am 16. Oktober ein Supercup in der Mercedes-Benz Arena veranstaltet. Wie beim Pokalfinale in Mannheim sollen 12.000 Plätze gefüllt werden, wenn die jeweiligen Meister bei den Frauen und Männern auf die amtierenden Pokalsieger treffen – so das Konzept.

Da aber sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen dasselbe Team (BR Volleys, Dresdner SC) beide Titel hält, spielt der Deutsche Meister nun jeweils gegen den Meisterschaftszweiten. Damit kommt es zu zwei hochwertigen Duellen zwischen Dresden und MTV Stuttgart (13 Uhr) sowie BR Volleys und VfB Friedrichshafen (15.30 Uhr). „Endlich ein Supercup in Berlin“, sagte der neue VfB-Trainer Vital Heynen. „Ich hoffe, Berlin spielt gut, aber das andere Team gewinnt.“

Eine große Herausforderung für die Volleyball-Liga

Der Ehrgeiz ist schon jetzt entfacht: „Das wird eine Standortbestimmung gleich zum Saisonbeginn – und für uns dazu noch ein Heimspiel“, sagte Kromm. Volleyball hat in der Arena aber noch nie stattgefunden. „Wir betreten hier Neuland, das ist eine große Herausforderung“, sagt VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung. „Wenn wir uns der aber nicht stellen, werden wir unser Ziel, einen Ligasponsor zu finden, auch nicht erreichen.“

Das Budget für die Veranstaltung liegt bei ungefähr einer halben Million Euro, umrahmt werden die Spiele von einem musikalischen Begleitprogramm durch YouTube-Sternchen Nicole Cross (ihre Cover-Version von Adeles „Hello“ wurde sechs Millionen Mal aufgerufen), die Popband Marquess („Vayamos compañeros“) und „Schlag den Star“-Sieger Tom Beck.

„Wir wollen daraus eine Familienveranstaltung machen, die über die Unterhaltung hinaus auch die ganz Jungen anspricht“, sagt Zeljko Karajica, Sportverantwortlicher bei ProSiebenSat.1 und Geschäftsführer von 7Sports, die die Veranstaltung medial unterstützen. Robert Kromm ist zuversichtlich: „Die BR Volleys haben auch den Schritt in eine größere Halle mit Entertainment gewagt, für uns hat sich das in den vergangenen Jahren bewährt.“