Volleyball

BR Volleys schlagen die Gummimauer aus Lüneburg 3:2

Im ersten von maximal drei Halbfinalspielen besiegen die Berliner abwehrstarke Niedersachsen mit 3:2. Ein hochdramatisches Spiel.

Einmal Durchpusten: Nach hartem Match rangen die Berlin Volleys die SVG Lüneburg nieder

Einmal Durchpusten: Nach hartem Match rangen die Berlin Volleys die SVG Lüneburg nieder

Foto: Hundt/Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin.  Das erste Spiel der Halbfinalserie wäre auch eines Volleyball-Finales würdig gewesen. Vom ersten Punkt an begeisterten die BR Volleys und die SVG Lüneburg die 3623 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle mit spektakulären Abwehraktionen, bei denen die Spieler weder vor den Werbebanden noch vor den Ersatzbank halt machten, um den Ball im Spiel zu halten.

Das glücklichere Ende hatten bei diesem ersten von maximal drei Spielen die BR Volleys für sich, die kurz nach dem letzten Angriff von Kapitän Robert Kromm zum 3:2 (25:20, 26:24, 23:25, 18:25, 15:12) ­erschöpft auf den Hallenboden sanken.

Schließlich hatten ihnen die Gäste aus dem Norden einiges abverlangt. Am Ende des ersten Satzes hatten die Berliner zwar noch die schlagkräftigeren Argumente im Angriff. Im zweiten Satz gerieten die Gastgeber aber schnell in Rückstand gegen die in Block und Abwehr teilweise überragend agierenden Lüneburger (8:12).

Starke Aufholjagd im zweiten Satz

Egal, wohin die Berliner ihre Angriffe platzierten, das Team des ehemaligen Nationalspielers Stefan Hübner agierte wie eine Gummimauer und weitete den Vorsprung getragen von den 100 mitgereisten Fans auf 21:15 aus. Doch die Berliner konnten in einer starken Aufholjagd den zweiten Satz doch für sich entscheiden, auch weil sich die Lüneburger leichte Fehler leisteten.

Im dritten Satz und vierten Satz verschliefen die Hausherren jeweils den Start, während Lüneburg immer selbstbewusster aufspielte. „Irgendwann musste das Loch ja mal kommen“, sagte BR-Volleys Geschäftsführer Kaweh ­Niroomand, der seinem Team dennoch ein großes Lob aussprach, weil sie sich im Tiebreak ebenfalls nach Rückstand (4:6) wieder zurückgekämpft hatte.

Bereits am Sonnabend in Lüneburg haben die BR Volleys die Chance, ins ­Finale einzuziehen (20 Uhr, sportdeutschland.tv). Niroomand versprühte Zuversicht: „Schlechter können wir es nicht mehr machen“, sagte er.