Volleyball

BR Volleys verteidigen ihre Tabellenführung

Tomas Kmet operiert, Paul Carroll angeschlagen – doch die BR Volleys sind nicht zu stoppen. In Frankfurt siegten sie klar mit 3:0.

Immer weiter: Robert Kromm, Felix Fischer und Paul Lotman (v.l.) können in Frankfurt den nächsten Sieg ihres Teams bejubeln

Immer weiter: Robert Kromm, Felix Fischer und Paul Lotman (v.l.) können in Frankfurt den nächsten Sieg ihres Teams bejubeln

Foto: Uwe Anspach / dpa

Beerlin. Die BR Volleys halten ihren aktuellen Erfolgskurs trotz großer Verletzungsprobleme. Nur 48 Stunden nach seinem Vordringen ins Halbfinale des europäischen CEV-Pokals setzte sich der deutsche Vizemeister auch im Bundesliga-Spitzenspiel bei den United Volleys RheinMain mit 3:0 (25:21, 31:29, 25:21) durch. Vor 3721 Zuschauern in der Fraport Arena von Frankfurt verwandelte Felix Fischer den zweiten Matchball.

Carroll kehrt schon wieder aufs Feld zurück

Bei den Gästen kam auch wieder Diagonalangreifer Paul Carroll zum Einsatz. Der Australier war zwei Tage zuvor im CEV-Pokal-Viertelfinale gegen Valepa Sastamala (3:0) vorzeitig ausgeschieden. Seine Verletzung am Sprunggelenk stellte sich aber nicht als besonders schwerwiegend heraus.

Aus den letzten beiden Bundesliga-Hauptrundenspielen bei der SVG Lüneburg am Mittwoch und gegen die VSG Coburg/Grub am Sonnabend daheim benötigen die Berlin Volleys als Tabellenführer nun nur noch einen Punkt, um als Erster in das Play-off einzuziehen. Das sollte gelingen.

Lotmans drei Asse in Serie bringen den ersten Satz

Der erste Satz stand lange auf der Kippe. Beim Stande von 22:21 für die Berliner ging US-Nationalspieler Paul Lotman zum Aufschlag und setzte mit drei Assen einen markanten Schlusspunkt. Noch härter umkämpft war der zweite Durchgang. Vier Satzbälle der Frankfurter wehrte die Mannschaft von Roberto Serniotti ab, ehe sie selbst mit ihrem dritten Satzball die Entscheidung zum 31:29 herbeiführte. Auch der dritte Durchgang blieb bis zum 20. Punkt spannend. Erst dann konnten sich die Berliner entscheidend absetzen.

„Wir haben eine fast schon magische Woche erfolgreich beendet“, freute sich Serniotti, „diese Auswärtsaufgabe mit 3:0 zu lösen, ist großartig, schließlich hat hier bisher nur Friedrichshafen denkbar knapp gewonnen. Jeder Satz hatte seine Tücken, aber wir waren hoch konzentriert, in den entscheidenden Moment präsent und haben große Moral bewiesen. Mir gefällt diese Mentalität meiner Mannschaft sehr.“

Trainer Serniotti sehr zufrieden mit der Leistung

Ein besonderes Lob sprach der Italiener dieses Mal der medizinischen Abteilung aus, die einen Einsatz von Carroll kurzfristig möglich gemacht hat: „Unser Arzt und unser Physiotherapeut leisten großartige Arbeit. Dass uns Paul heute helfen konnte, war ihr Verdienst. Das war ein großer Schritt und den einen Punkt werden wir jetzt auch noch holen, um Erster zu bleiben.“