Volleyball

Die BR Volleys wollen jetzt auch auf kleiner Bühne glänzen

Finnlands Meister VaLePa Sastamala ist am Mittwoch erster Gegner der Volleys im CEV-Cup. Dabei treffen sie auf einen alten Bekannten.

Die Volleys hoffen in Finnland auf die Schmetterbälle von Robert Kromm

Die Volleys hoffen in Finnland auf die Schmetterbälle von Robert Kromm

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Berlin.  Zweitklassigkeit passt irgendwie nicht zu Kaweh Niroomand. Als Saisonziel hatte der Macher der BR Volleys neben Meisterschaft und Pokalsieg die Etablierung in der Champions League ausgegeben.

Die Königsklasse ist für die Berliner inzwischen aber passé, über die teils auch weltpolitischen Gründe dafür (ein russisches Team war nicht in der Türkei angetreten) will Niroomand sich nicht weiter ärgern, denn stattdessen könnten die Berliner nun einen dritten Titel in die Hauptstadt holen.

Was in der Champions League zu ambitioniert gewesen wäre, ist im CEV-Cup durchaus möglich. Als bester Gruppendritter in der Vorrunde der Königsklasse haben sich die Volleys für die Challenge Phase des Wettbewerbs qualifiziert.

„Die sind uneinschätzbar für uns“

Am Mittwoch (17.30 Uhr, laola1.tv) treten sie beim zweimaligen finnischen Meister VaLePa Sastamala an. In Hin- und Rückspiel (3. März) geht es um den Einzug ins Halbfinale. „Es ist sicherlich nicht unser Anspruch, dass wir uns durch die ganzen Runden im CEV-Cup spielen“, sagt Niroomand: „Die Regelung, später dazuzukommen, wenn auch einige andere Teams mit Champions-League-Niveau dabei sind, macht das aber zu einer attraktiven Geschichte.“

Dazu zählt er Dinamo Moskau und Perugia mit den deutschen Nationalspielern Denis Kaliberda und Christian Fromm.

Zu den Finnen sagt er: „Die sind uneinschätzbar für uns.“ Immerhin fünf Spieler haben die Volleys im Januar bei der Olympia-Qualifikation mit Finnlands Nationalteam bereits beobachten können. Und in Urpo Sivula treffen die Volleys zudem auf einen alten Bekannten. 2011/2012 spielte der 1,95 Meter große Außenangreifer in Berlin.

Rhythmus noch nicht gefunden

In dieser Saison sicherte er sich mit VaLePa Sastamala erstmalig einen Platz in der Runde der besten Acht des CEV-Cups. Daheim gab das Team bislang nur einen Satz ab. Dennoch glaubt Niroomand: „Uns hätte das Los schlimmer erwischen können.“

Italienern und Russen zunächst aus dem Weg gehen zu können, passt ihm gut, denn nach der Januar-Pause haben die Volleys ihren Rhythmus noch nicht gefunden. Abwechselnd kämpften mal Zuspieler Tsimafei Zhukouski, Mittelblocker Tomas Kmet oder Nicolas Le Goff mit Wehwehchen. Besonders der wiederholte Ausfall von Robert Kromm (Halswirbel ausgerenkt) bereitet Niroomand Sorgen.

Nach Finnland fuhr der Angreifer trotzdem mit. Niroomand hält die Anwesenheit des Kapitäns für unerlässlich. „Durch die vielen neuen Spieler haben wir noch keine richtige Rangordnung, da ist Robert mit seiner Präsenz enorm wichtig.“ Schließlich sollen die BR Volleys möglichst bis zum Ende im europäischen Wettbewerb bleiben – und zwar auf erstklassigem Niveau.