Volleyball

Volleys bezwingen Netzhoppers wieder ohne Satzverlust

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Ninja Priesterjahn
Zuspieler Tsimafei Zhukouski erhielt im dritten Satz eine Pause

Zuspieler Tsimafei Zhukouski erhielt im dritten Satz eine Pause

Foto: nph / Kurth / picture alliance / nordphoto

Mit dem Sieg gegen die Brandenburger können sich die Berliner gut für den CEV-Cup einspielen. Auch wenn ein Leistungsträger fehlte.

Berlin.  Die Ansprüche der Netzhoppers Königs Wusterhausen waren nicht hoch. Nur einen Satz wollten die Brandenburger im Spiel gegen die BR Volleys gewinnen. Diesen einen Satz aus der Max-Schmeling-Halle zu entführen war den Brandenburgern vor der Partie am Sonnabend noch nie gelungen – und es wird auch weiterhin ein Traum bleiben.

Das 3:0 seiner Mannschaft (25:20, 25:17, 25:19 ) sah sich Robert Kromm von der Ersatzbank aus an. Der Kapitän der BR Volleys, der nach seiner Bauchmuskelverletzung wieder fit war, hatte sich beim Frisieren den Halswirbel ausgerenkt.

„Robert war beim Friseur, und danach muss er so oft im Spiegel seine Haare kontrolliert haben, dass er irgendwann seinen Kopf nicht mehr nach rechts drehen konnte“, sagte Teamkollege Paul Carroll. Er konnte darüber lachen, denn die drei Punkte zum Ausbau der Tabellenführung erzielte sein Team auch ohne Kromm.

Ein Australier mit Killerinstinkt

Zunächst aber brachte die Berliner die unkonventionelle und kämpferische Spielweise der Netzhoppers aus dem Konzept. 1:4 lagen die Gastgeber zurück, dann war es Carroll, der den Ball zum 6:6 auf den vierten Meter des gegnerischen Feldes drosch.

„Ich habe schon vor dem Spiel gespürt, dass ich heute eine gewisse Aggressivität mitbringe. Ich hatte den Killerinstinkt“, sagte Carroll später. Am Ende war der Australier mit 15 Punkten der beste Angreifer der Berliner Mannschaft.

Im zweiten Satz entwickelten sich einige längere Ballwechsel, aber auch die waren zumeist dann beendet, wenn Carroll in die Höhe sprang und das Spielgerät schwungvoll im Feld der Netzhoppers unterbrachte (18:12).

„Es ist wichtig, jetzt die Automatismen beizubehalten“

Im dritten Satz bekamen die 4328 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle dann eher ein wildes Durcheinander statt eines strukturierten Volleyballspiels zu sehen. Obwohl er den Aufschlag zum Matchgewinn am Ende ins Netz schlug, war es vor allem Carroll zu verdanken, dass die immer häufiger auftretenden Unkonzentriertheiten seiner Nebenmänner nicht allzu sehr ins Gewicht fielen.

Vielleicht war diese Instabilität der Grund, warum Trainer Roberto Serniotti erst beim Stand von 22:15 im dritten Satz wagte, Zuspieler Tsimafei Zhukouski eine Pause zu gönnen und Sebastian Kühner zu bringen. Weitere Wechsel nahm der Italiener nicht vor, dabei geht es für die Berliner schon am Mittwoch in Finnland weiter.

Im CEV-Cup treffen sie auf VaLePa Sastamala (17.30 Uhr). „Es ist wichtig, jetzt die Automatismen beizubehalten“, sagte Serniotti. „Ich wechsle nur, wenn wir ein Problem haben“, sagte er. Das Problem mit Kromms Halswirbel wird sich hoffentlich bis zum Mittwoch gelöst haben.