Volleyball

BR Volleys verlieren unglücklich mit 1:3 gegen Belgorod

Es hätte auch 3:0 für die Berliner ausgehen können. Die favorisierten Gäste tun sich gegen die Volleys viel schwerer als gedacht.

Für Trainer Roberto Serniotti gab es am Rand viel Diskussionsbedarf

Für Trainer Roberto Serniotti gab es am Rand viel Diskussionsbedarf

Foto: nph / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Noch bevor der erste Ball gespielt war, konnte einem angst und bange werden um die BR Volleys. Ihr Star Robert Kromm am Bauch verletzt. Zuspieler Tsimafei Zhukouski mit schlimmen Bandscheibenproblemen aus dem Rennen. Mittelblocker Tomas Kmet wegen fiebriger Grippe gar nicht in der Schmeling-Halle. Der Ungar Arpad Baroti am Knie verletzt.

Was sollte der traurige Rest gegen Belogorie Belgorod, einen der Favoriten auf den Gewinn der Champions League, ausrichten? Nun, das tapfere Häuflein der Aufrechten lieferte dem hohen Favoriten einen großen Kampf und unterlag sehr unglücklich mit 1:3 (23:25, 25:17, 25:27, 17:25). Damit haben die Berliner keine Chance mehr auf das Erreichen der Play-off-Runde.

Hatten die Russen ein schlechtes Gewissen?

Die Russen begannen seltsam gehemmt. Fast wirkte es, als hätten sie ein schlechtes Gewissen, zum Gruppenspiel bei Arkas Izmir nicht angetreten zu sein und damit den Türken unverhofft Punkte geschenkt zu haben. Einer der Gründe, warum der Wettbewerb jetzt für die BR Volleys vorüber ist.

Die Gastgeber führten schnell 8:1, Belgorod produzierte auch in der Folge im halben Dutzend Fehlaufschläge, insgesamt 19 am Ende. Dennoch waren sie beim 15:15 dran, holten sich den ersten Satz knapp. Ärgerlich aus Berliner Sicht, denn unter der Anfeuerung von gut 5000 Zuschauern ging der zweite Durchgang unerwartet souverän an sie.

Im dritten Satz sogar ein Satzball

Im dritten hatten sie beim Stand von 25:24 einen Satzball, der aber vergeben wurde. So erstaunlich dies erscheint: Es hätte auch 3:0 stehen können. Die vom herausragenden Paul Carroll (24 Punkte) angeführten und von Ersatz-Zuspieler Sebastian Kühner sehr ordentlich gelenkten BR Volleys waren nah dran am Sieg.

Erst in Satz vier setzte sich der Favorit standesgemäß durch. „Wir können glücklich sein mit unserer Leistung“, sagte Trainer Roberto Serniotti, „wir hätten trotz unserer Personalprobleme heute gewinnen können.“