Volleyball

Geschwächt kämpfen die BR Volleys um ihre letzte Chance

Nun ist auch Zuspieler Tsimafei Zhukouski verletzt: Die Chancen der BR Volleys auf ein Weiterkommen in der Champions League schwinden.

Einsatz nicht sicher: Tsimafei Zhukouski hat Rückenprobleme

Einsatz nicht sicher: Tsimafei Zhukouski hat Rückenprobleme

Foto: nph / Kurth / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Auf den ersten Blick erscheint es wie ein Widerspruch. Die BR Volleys ziehen ohne Punktverlust in der Volleyball-Bundesliga ihre Kreise als Spitzenreiter und stehen im Pokalfinale. Doch die Sorgenfalten auf der Stirn von Geschäftsführer Kaweh Niroomand werden immer tiefer. Nach den Verletzungen von Robert Kromm (Bauchmuskel) und Arpad Baroti (Knie) ist jetzt auch Zuspieler Tsimafei Zhukouski angeschlagen. Den Kroaten plagen Rückenprobleme, weshalb am vergangenen Wochenende beim Spiel in Coburg Sebastian Kühner ranmusste.

Außenseiterrolle wiegt schon schwer genug

Und nun soll der dezimierte Kader auch noch an diesem Mittwoch (19.30 Uhr, Schmeling-Halle) das Unmögliche möglich machen. In der Champions League ist das russische Topteam Belogorie Belgorod zu Gast, das vor zwei Jahren den wichtigsten Vereinstitel des Kontinents gewonnen hat. Ohnehin eine kaum lösbare Aufgabe für die BR Volleys. Jetzt kommen zur Außenseiterrolle die großen personellen Probleme hinzu.

„Wir müssen die minimale sportliche Chance, die wir haben, nutzen“, sagt Niroomand und fügt einen Wunsch an: „Umso mehr setze ich natürlich auf die Berliner Fans, die hoffentlich eine Atmosphäre schaffen werden, die unser Team dazu beflügelt, auch gegen ein Weltklasse-Team zu bestehen.“

Arkas Izmir lachte sich ins Fäustchen

Große Sympathie wird den Gästen kaum entgegenschlagen. Wegen der politischen Spannungen zwischen der Türkei und Russland im Dezember traten sie nicht zum Gruppenspiel bei Arkas Izmir an. Der europäische Verband CEV bestrafte dieses unsportliche Verhalten aber nicht mit Disqualifikation, sondern wertete die Partie schlicht 3:0 für Arkas.

Die Türken lachten sich ins Fäustchen, die Russen werden auch so die Gruppe überstehen, die Gelackmeierten waren die BR Volleys. „Ich wünsche mir, dass unsere Mannschaft trotz der schwierigen Ausgangssituation mit breiter Brust auf das Spielfeld geht“, sagt Niroomand. Dass er Sorgen hat, lässt sich aber nachvollziehen.