Volleyball

BR Volleys setzen ihren Siegeszug in der Bundesliga fort

Die BR Volleys haben auch ihr elftes Bundesligaspiel dieser Saison gewonnen: In Coburg setzten sie sich mit 3:1 durch.

Besser knapp gewonnen als hoch verloren: Die BR Volleys ziehen momentan in der Volleyball-Bundesliga von Sieg zu Sieg

Besser knapp gewonnen als hoch verloren: Die BR Volleys ziehen momentan in der Volleyball-Bundesliga von Sieg zu Sieg

Foto: Hundt/Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Coburg/Berlin.  Die Berlin Volleys haben auch ihr elftes Saisonspiel in der Volleyball-Bundesliga gewonnen. Beim Tabellensechsten, der VSG Coburg/Grub, siegte der deutsche Vizemeister am Sonnabend mit 3:1 (25:23, 18:25, 25:18, 25:21), bot dabei aber keine sonderlich überzeugende Vorstellung. Erneut trat der Spitzenreiter ohne seinen unter einem Bauchmuskel-Faserriss leidenden Mannschaftskapitän Robert Kromm an. Der erst 21-jährige Ruben Schott vertrat ihn auf der Außen-Annahmeposition wie schon am vergaangenen Mittwoch beim 3:1 gegen Lüneburg recht ordentlich.

Trainer Serniotti wechselt Kühner als Zuspieler ein

Bei den Volleys hatte diesmal der WM-Dritte Sebastian Kühner als Zuspieler den Vorzug vor Tsimafei Zhukouski erhalten; der Kroate hatte es drei Tage zuvor gegen die Lüneburger in manchen Situationen an Präzision fehlen lassen. Gleich der erste Satz wurde für die Berliner, die auch weiter auf den Ungarn Arpad Baroti (Patellasehnenentzündung) verzichten müssen, zu einem Kraftakt.

Erst ein Ass ausgerechnet von Ruben Schott zum 21:19 verschaffte den Gästen einen leichten Vorteil, den sie schnell ausbauten. Am Ende brauchte die Mannschaft von Trainer Roberto Serniotti trotzdem drei Satzbälle, ehe der australische Diagonalangreifer Paul Carroll mit seinem Schmetterschlag das 25:23 perfekt machte.

Umstrittene Entscheidungen bringen Berlin aus dem Takt

Im zweiten Durchgang sank das ohnehin nicht gerade hohe Niveau der Volleys nach einer anfänglichen 10:7-Führung weiter. Zwei, drei umstrittene Entscheidungen des Schiedsrichters Thomas Kriehn aus Rödermark zugunsten der Coburger taten ein Übriges, um die Berliner vollends aus ihrem Konzept zu bringen. Was bedeutete, dass die Berliner ihren fünften Satz in dieser Bundesliga-Saison verloren.

Doch dabei blieb es. Denn den Oberfranken fehlte die Klasse, um danach gegen einen verunsichert spielenden Gegner entscheidend nachzusetzen. Dank eines leicht verbesserten Abwehrverhaltens rissen die BR Volleys im dritten und vierten Spielabschnitt das Geschehen an sich, ohne sich dabei jedoch als echtes Spitzenteam zu präsentieren. Am Mittwoch (19.30 Uhr, Schmeling-Halle) wird in der Champions League gegen das russische Topteam Belogorie Belgorod eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein.