Volleyball

BR Volleys hadern mit ihrem großen Verletzungspech

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Dietmar Wenck
Nur Zuschauer bei der Olympia-Qualifikation, nur Zuschauer gegen Lüneburg: Volleys-Star Robert Kromm (r.)

Nur Zuschauer bei der Olympia-Qualifikation, nur Zuschauer gegen Lüneburg: Volleys-Star Robert Kromm (r.)

Foto: nph / Kurth / nordphoto

Bei den Berlinern fallen gegen Lüneburg Robert Kromm und Arpad Baroti aus. Auch Tomas Kmet ist angeschlagen.

Berlin.  „Und alles Gute fürs neue Jahr“ – Kaweh Niroomand hat natürlich nicht mitgezählt, wie oft er diese nett gemeinten Worte in den vergangenen zwei Wochen zu hören bekam. Er findet aber: „Schlechter hätte es kaum kommen können“, wenn er auf den Beginn von 2016 schaut. Damit meint der Geschäftsführer der BR Volleys nicht nur das unglückliche Scheitern der deutschen Nationalmannschaft in Berlin auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio. Sondern auch das Verletzungspech, das den verlustpunktfreien Bundesliga-Tabellenführer ereilt hat.

Beim Nationalteam den Bauchmuskel verletzt

Ausgerechnet vor dem ersten Spiel des neuen Jahres an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) in der Schmeling-Halle gegen die SVG Lüneburg ist das der Fall. Die Niedersachsen hatten dem Favoriten schon 2015 eine ziemlich unerwartete Niederlage beigebracht. Und diesmal werden den BR Volleys zumindest Robert Kromm und Arpad Baroti fehlen.

Außenangreifer Kromm hatte sich mit dem Nationalteam auf die Olympia-Qualifikation vorbereitet, sich dort im Testspiel gegen Russland aber einen Muskelfaserriss im Bauch zugezogen. Die Prognose lautet: nicht spielfähig bis Ende des Monats. „Jetzt weiß ich erst, wie oft man diesen Muskel benötigt“, klagt der 31-Jährige. Diagonalspieler Ba­roti, der gerade erst von einer Schulterverletzung genesen ist, bereitet nun die Patellasehne schmerzhafte Probleme.

In der Champions League ist kaum noch etwas zu retten

Schlechte Voraussetzungen gegen Lüneburg, das in der vergangenen Saison als kesser Aufsteiger bis ins Pokalfinale vorstieß und in der Liga den verblüffenden dritten Rang belegte. Zumal auch Mittelblocker Tomas Kmet nicht topfit ist: Der Slowake drohte gar mit Verdacht auf Außenmeniskusriss lange auszufallen. Doch die Verletzung erwies sich nur als ein Erguss, der gleichwohl hinderlich ist. „Das wird ein sehr harter Monat für uns“, ahnt Niroomand, zumal weitere komplizierte Partien anstehen.

Nicht zuletzt in der Champions League; die zweite Runde in diesem Wettbewerb ist für die Berliner nur noch schwer erreichbar, weil die Russen von Belogorie Belgorod zum Spiel bei Arkas Izmir nicht antraten und nicht mit Ausschluss, sondern einem schlichten 0:3 bestraft wurden. Belgorod tut das nicht weh, Izmir kann sich glücklich schätzen, die BR Volleys ärgern sich. „Wir versuchen zu retten, was zu retten ist“, sagt Niroomand enttäuscht. Nur Siege gegen die Russen und in der Türkei könnten jetzt noch das Weiterkommen sichern. Das ist sehr viel verlangt.

Trainer Serniotti hat Optimismus nicht verloren

Doch zunächst steht die Aufgabe gegen Lüneburg an. Zumindest einer scheint fest überzeugt zu sein, dass sie erfolgreich gemeistert wird. „Wir möchten dort weitermachen, wo wir 2015 aufgehört haben, gut starten und möglichst viele Spiele gewinnen“, erklärt Trainer Roberto Serniotti.