Volleyball

BR Volleys siegen im letzten Heimspiel des Jahres klar

Mit 3:1 gewannen die Berliner auch das zweite Spiel gegen die United Volleys innerhalb vier Tagen. Probleme macht die Champions League.

Die BR Volleys konnten auch den zweiten Sieg gegen die United Volleys bejubeln

Die BR Volleys konnten auch den zweiten Sieg gegen die United Volleys bejubeln

Foto: Hundt/Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin.  Paul Carroll und Felix Fischer standen an der Seitenlinie und grinsten sich an. Bevor die beiden Spieler der BR Volleys wieder auf das Feld traten, gingen sie aufeinander zu und ließen ihre Brustkörbe aneinander prallen.

16:10 führten die Berliner zu diesem Zeitpunkt im vierten Satz gegen die United Volleys RheinMain. „Felix hat zwei wichtige Punkte gemacht, zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass wir gewinnen“, sagte Caroll.

3:1 (25:15, 23:25, 25:22, 25:16) siegten die BR Volleys im letzten Heimspiel des Jahres. Nach dem 3:2 im Pokalspiel hatten sich die Berliner wesentlich besser auf die Gäste aus Rüsselsheim eingestellt, die weiterhin auf Zuspieler Jan Zimmermann verzichten mussten.

Der Nationalspieler hatte sich am Donnerstag am Knie verletzt und wird auch die Olympiaqualifikation der deutschen Auswahl im Januar verpassen.

Dünnes fand nicht ins Spiel

Vor allem Paul Carroll, der am vergangenen Donnerstag etwas geschwächelt hatte, versenkte einen Angriff nach dem nächsten im Feld der United Volleys, während sein Gegenspieler Christian Dünnes so gar nicht ins Spiel fand. „Dünnes war im Pokalspiel unglaublich, in der Vorbereitung haben wir uns deshalb auf ihn konzentriert“, sagte Caroll.

Nachdem der erste Satz 25:15 an die Berliner gegangen war, sah es so aus, als sollten die 4771 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle pünktlich zum abendlichen Adventsessen zu Hause sein.

Im zweiten Durchgang starteten die BR Volleys aber nachlässig (1:4) und ließen sich am Satzende durch eine Aufschlagserie von Jan Klobucar aus dem Konzept bringen. Nach 19:19 stand es plötzlich 19:24. „Mit unserer Leistung im zweiten und dritten Satz bin ich nicht zufrieden, da müssen wir konsequenter sein“, sagte Carroll.

Spiel in Champions League wird für Türken gewertet

Der vierte Satz war dann eine Blaupause des ersten Durchgangs, abgesehen davon, dass Publikumsliebling Felix Fischer für Nicolas Le Goff im Mittelblock agierte. Die Berliner punkteten nun nach Belieben, den Gästen aus Hessen ging langsam die Kraft aus. Damit dominieren die BR Volleys weiterhin die Bundesliga und haben nun sechs Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VfB Friedrichshafen.

Getrübt wurde die Freude durch die Nachricht, dass der europäische Verband das Champions-League-Spiel zwischen Belgorod und Izmir 3:0 für die den türkischen Klub werten wird. Die Russen waren aus politischen Gründen nicht in der Türkei angetreten, gemäß der Regularien hätten sie deswegen auch disqualifiziert werden können.

„Das ist die Macht der Großverbände. Das hat mit sportlicher Fairness nichts mehr zu tun“, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand. Die Berliner müssen nun alle drei ausstehenden Spiele gewinnen, um die Chance auf ein Weiterkommen in der Königsklasse zu wahren.