Volleyball

BR Volleys legen einen Fehlstart in die Champions League hin

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Dietmar Wenck
Volleys-Trainer Roberto Serniotti hatten allen Grund, unzufrieden zu sein

Volleys-Trainer Roberto Serniotti hatten allen Grund, unzufrieden zu sein

Foto: nph / Engler / picture alliance / nordphoto

Ernüchternder Auftakt für die Berliner: Beim 2:3 gegen Izmir war ausgerechnet ein Ex-Publikumsliebling der Volleys spielentscheidend.

Berlin.  Ausgerechnet Kawika Shoji, ausgerechnet der US-Amerikaner, der vier Jahre lang der Publikumsliebling der BR Volleys gewesen war: Der 27-Jährige und sein französischer Teamkollege Antonin Rouzier waren die treibenden Kräfte beim ernüchternden 3:2 (25:27, 25:18, 25:22, 13:25. 15:12)-Sieg von Arkas Izmir zum Auftakt der Volleyball-Champions-League bei den BR Volleys. Ein Fehlstart für die Berliner, an dem der aufschlagstarke Shoji erheblichen Anteil hatte.

„Natürlich hätten wir uns einen anderen Auftakt gewünscht, um uns eine gute Grundlage zu schaffen“, sagte Manager Kaweh Niroomand, „aber da müssen wir jetzt durch.“ Hinter Gruppenfavorit Belogorie Belgorod aus Russland peilen die BR Volleys Rang zwei an, um das Play-off zu erreichen, da schmerzt die Niederlage gegen den Hauptkonkurrenten besonders.

„Aber vielleicht“, hoffte Zuspieler Sebastian Kühner, der trotz verstauchten Knöchels auflief und eine gute Leistung bot, „wird dieser eine Punkt noch wichtig.“ Im Volleyball erhält bei einem 3:2 der Gewinner zwei Zähler, der Verlierer einen.

„Es waren Kleinigkeiten, die entschieden haben“

Schwer kamen die Gastgeber in der Schmeling-Halle vor 4179 Zuschauern in die Partie – und das in jedem der fünf Sätze. „Es waren Kleinigkeiten, die heute entschieden haben“, sagte Berlins Sportdirektor Roko Sikiric, „und dass wir immer so schlecht angefangen haben.“

Die Türken, mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet, nutzten dies, die BR Volleys wirkten verunsichert. Trainer Roberto Serniotti wechselte schon Mitte des zweiten Satzes fast komplett durch, das brachte eine Verbesserung, aber nicht den gewünschten Sieg.

Beste Spieler beim sechsmaligen Deutschen Meister waren Paul Carroll (22 Punkte) und Kapitän Robert Kromm (19). Doch bei allen war noch genug Luft nach oben. Am Sonntag bei Titelverteidiger Friedrichshafen wird es nicht leichter als gegen Izmir. Aber auch Niroomand versuchte, das Positive zu sehen: „Mit solchen Spielen wächst die Mannschaft.“

( diw )