Volleyball

BR Volleys kämpfen im Bunker gegen Aliens

Das Wir-Gefühl stärken: Dafür griff Roberto Serniotti, Trainer der BR Volleys, zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

Berlin.  Individuell sind die BR Volleys stark. Das bewiesen sie am Sonntag beim ersten Sieg der Saison gegen den TV Bühl (3:0). Ob Kapitän Robert Kromm mit 18 Punkten, Paul Caroll mit neun oder die Zugänge Nicolas Le Goff und Paul Lotman mit acht und sechs Zählern – jeder trug einen Teil zum Sieg bei.

Niroomand wünscht sich besseres Zusammenspiel

Sieht erst einmal aus wie eine Teamleistung; geht es nach Kaweh Niroomand, war es das aber nicht: „Gewonnen haben wir wegen der individuellen Klasse unserer Spieler, nicht wegen eines guten Zusammenspiels“, sagte der Manager der BR Volleys.

Das macht ihn einerseits froh, weil es zeigte, dass die Berliner bei der Auswahl ihrer Zugänge anscheinend eine gute Wahl getroffen haben. „Man hat jetzt schon gesehen, dass jeder Neue eine individuelle Verstärkung bedeutet“, sagte Niroomand. Besonders in der Absprache zwischen Zuspiel und Angreifern war aber noch Verbesserungspotenzial zu erkennen.

Gegen Bühl reichte die individuelle Klasse

Gegen die Bühler, denen nach dem zweiten Satz die Kräfte ausgingen, reichte diese Leistung. Um das Miteinander vor dem Aufeinandertreffen mit dem TSV Herrsching am Sonnabend und vor allem im Hinblick auf die richtungsweisende Champions-League-Partie am 4. November gegen den türkischen Klub Arkas Izmir zu stärken, beraumten die Verantwortlichen aber lieber eine sogenannte Teambuilding-Maßnahme ein.

Anstatt sich in der Halle die Bälle um die Ohren zu hauen, trafen sich die Berliner Volleyballer am Montagnachmittag gesammelt in der Klosterstraße in Berlin Mitte und spielten in einem Bunker das Live Escape Game. Dabei handelt es sich um ein in die Realität übertragenes Computerspiel, bei dem die Spieler sich durch gemeinsames Tüfteln zum Beispiel aus dem Gefängnis zu befreien versuchen, die Invasion der Aliens stoppen oder vor einem Verrückten in einer Nervenheilanstalt fliehen.

Große Herausforderung – so wie auf dem Spielfeld

66 Minuten hat ein Team für die Lösung der Aufgaben Zeit. Die Volleys teilten sich in vier Gruppen, die schnellste kam nach 57 Minuten aus dem Raum. Es war die von Kapitän Robert Kromm. Aber auch alle anderen waren am Ende erfolgreich. „Das war schon eine Herausforderung, vor allem mit den unterschiedlichen Sprachen, die wir alle sprechen“, sagte Kromm – ganz so wie auf dem Spielfeld