Volleyball

Starangreifer Kromm verlängert bei den BR Volleys bis 2018

Der Volleyball-Nationalspieler Robert Kromm sieht für sich und seine Familie eine attraktive Zukunft in Berlin. Mit seinem Team will er den Meistertitel wieder zurück in die Stadt bringen.

Foto: Sport Moments / pa/Sport Moments

Robert Kromm hat ein bisschen mit sich gerungen. Sollte der 31-Jährige noch einmal das große Abenteuer wagen, wie sein bisheriger Kapitän Scott Touzinsky nach China wechseln und so in kurzer Zeit eine schöne Stange Geld verdienen? Oder eines der Angebote aus dem Weltmeister-Land Polen annehmen, die ihm nach dem Final Four der Champions League gemacht wurden? Auch dort wären seine Dienste sehr gut honoriert worden. Der Star der BR Volleys entschied sich für andere Werte: „Ich fühle mich sauwohl in Berlin. Die BR Volleys sind ein super Projekt, bei dem ich sehr gern dabei bin. Und ich wollte Sicherheit für meine Familie.“ Also unterschrieb der Vater eines fünfjährigen Sohnes, der im Sommer eingeschult wird, einen neuen Vertrag bis 2018.

Punktegarant für sein Team

Damit hat der sechsmalige deutsche Volleyball-Meister eine sehr wichtige Personalie geklärt. Nach den Abgängen von Trainer Mark Lebedew sowie der Spieler Touzinsky, Kawika Shoji, Martin Krystof und Aleksandar Spirovski erklärt Geschäftsführer Kaweh Niroomand, warum die Entscheidung so fiel: „Einen Umbruch wollen wir, aber nicht gleich alles umwerfen.“ Außenangreifer Kromm hat in den vergangenen drei Jahren die meisten Punkte für den Klub geholt. Nicht nur deshalb ist der 2,12 Meter lange gebürtige Schweriner zu einer Identifikationsfigur geworden. „Um ihn herum“, sagt der Manager, „wollen wir die neue Mannschaft bauen.“

Das betont den Stellenwert des 194-maligen Nationalspielers und Olympia-Teilnehmers von Peking: Noch bevor geklärt ist, wer Nachfolger von Erfolgscoach Lebedew wird, ist ein Mann gesetzt, da kann kommen, wer will. Auch bei der Trainersuche, sagt Niroomand, sei man bereits auf gutem Weg. Bis auf drei wurde die Zahl der Bewerber inzwischen eingegrenzt. „Alle drei gehören zur Creme de la Creme im europäischen Volleyball“, verspricht der Geschäftsführer. Da dürfen die Fans der BR Volleys also gespannt sein.

Über andere entscheidet der Trainer

Wer jetzt noch bleibt oder geht von den Spielern ohne Vertrag, also Felix Fischer, Christian Dünnes, Paul Carroll, Rob Bontje und Francesco de Marchi, das „soll der neue Trainer mitentscheiden“, sagt Niroomand. Bei der Saisonabschlussfeier vor acht Tagen hatte er angekündigt, innerhalb von vier Wochen werde der neue Mann da sein. Nun werde es vermutlich eher zu einer Entscheidung kommen. Die BR Volleys drücken aufs Tempo. Ziel bleibt, die soeben an den VfB Friedrichshafen verlorene Meisterschale schnell zurückzuholen. Das treibt auch Kromm an: „Wenn es uns gelingt, die Neuen gut zu integrieren und ihnen die Werte zu vermitteln, die uns stark gemacht haben, können wir die Erfolgsgeschichte weiterschreiben.“ Mit ihm bis 2018.