Volleyball

Volleys fehlt nur noch ein Sieg zum vierten Titel in Serie

Die Berlin Volleys stehen dicht vor der Meisterschaft. Die Mannschaft gewann bei Rekordchampion VfB Friedrichshafen überlegen mit 3:0 und führt in der Serie „Best of five“ nun mit 2:1-Siegen.

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Den Schlusspunkt setzte Kawika Shoji mit einem Ass. Der Aufschlag des Zuspielers der Berlin Recycling Volleys war von den Friedrichshafenern nicht unter Kontrolle zu bringen – und nach 76 Minuten war es geschafft: Shoji hatte im dritten Finalspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft das 3:0 (26:24, 25:21, 25:15) beim VfB Friedrichshafen perfekt gemacht. Danach hörte man nur noch die Gesänge der gut 70 mitgereisten Berliner Fans. In der Serie „Best of five“ steht es nun 2:1 für die Volleys. Noch ein Sieg fehlt dem Team, um zum vierten Mal hintereinander den Titel zu gewinnen.

Die große Chance dazu haben die Berliner am Donnerstag in Spiel vier in der Max-Schmeling-Halle (Beginn 19.30 Uhr). Euphorie wollte bei Volleys-Trainer Mark Lebedew allerdings noch nicht aufkommen. „Erst wenn der letzte Ball am Boden ist, hast du gewonnen.“ Klingt banal, ist aber so.

Die BR Volleys zeigten vor 3274 Zuschauern am Bodensee eine sehr konzentrierte Leistung. Vor allem mit sehr guten Aufschlägen wurde der VfB immer wieder unter Druck gesetzt. Lebedew: „Das haben wir viel besser gemacht als im ersten Spiel.“ Vorentscheidend war am Sonntagnachmittag der Verlauf des ersten Satzes. Obwohl die Berliner mit 20:23 zurück lagen, drehten sie noch den Satz und gewannen mit 26:24. „Das war ein wichtiger Moment. Die Friedrichshafener waren danach ein bisschen verunsichert“, meinte Lebedew.

VfB-Coach Stelian Moculescu musste enttäuscht eingestehen: „Wir sind hektisch geworden, haben die Geduld verloren und unseren Plan weggeschmissen.“ Während der Partie hatte er seine Spieler immer wieder lautstark kritisiert und unwirsch („Tu den Scheiß weg...“) einen Tontechniker weggeschickt, der in einer Auszeit ein Mikrofon in die Spielertraube halten wollte. Doch am Ende gab er doch zu: „Berlin war einfach besser und hat verdient gewonnen.“