Volley

BR Volleys gleichen im Finale gegen Friedrichshafen aus

Die Berliner haben das zweite Spiel der Finalserie mit 3:2 gegen Pokalsieger VfB Friedrichshafen gewonnen - und damit einen ersten Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung gemacht.

Foto: imago/Contrast

Sie jubelten, als hätten sie schon die vierte deutsche Volleyball-Meisterschaft in Folge gewonnen. Das nicht, doch die BR Volleys haben einen ersten Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung gemacht. Die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew gewann das zweite Spiel der Finalserie nach dem Modus „Best of five“ mit 3:2 (22:25, 25:19, 25:18, 20:25, 15:10) gegen Pokalsieger VfB Friedrichshafen. Damit steht es 1:1 in der Serie. Am Sonntag sehen sich beide am Bodensee wieder. „Wir sind erleichtert“, sagte Robert Kromm, „wir haben gesehen, wie wir sie schlagen können. Wir müssen immer geduldig bleiben.“

Beide Teams begannen nahezu fehlerfrei. Jeder Angriff wurde trocken abgeschlossen. Zuerst mit dem besseren Ende für die Gäste: Die ersten beiden Zweipunkte-Rückstände konnten die Berliner noch ausgleichen. Nach dem 17:19 kamen sie nicht mehr heran und verloren Satz eins. Die Schwaben lächelten. Doch nicht lange: In den folgenden beiden Durchgängen präsentierte sich eine andere Mannschaft des Titelverteidigers. Vor allem Zuspieler Kawika Shoji sowie die Mittelblocker Rob Bontje und Tomas Kmet waren jetzt die Säulen des Berliner Spiels. In der Feldabwehr überzeugte Erik Shoji, und jetzt belohnte sich der Gastgeber vor 7.052 Zuschauern in der Schmeling-Halle für seinen Kampfgeist und nutzte seine Möglichkeiten entschlossen.

Im vierten Abschnitt den Faden verloren

Im zweiten Satz führten die Berliner von Beginn an bis zum Ende. Der dritte Durchgang war bis zu seiner Mitte ausgeglichen, ehe sich das Team um Geburtstagskind Scott Touzinsky, der Kapitän wurde gestern 33 Jahre alt, vom Kontrahenten absetzte.

Allerdings verloren die Berliner im vierten Abschnitt völlig den Faden; dieser ging an die Häfler mit ihrem herausragenden WM-Dritten Max Günthör im Mittelblock. Der Tiebreak musste entscheiden. Und dort kippte die Partie zugunsten Berlins, als Kawika Shoji zwei Asse gelangen und sich Berlin von 8:8 auf 13:8 absetzte. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „auch mit dem Kampfgeist. Aber es gab noch kleine Dellen in unserem Spiel“. Bis Sonntag gibt es also noch etwas zu verbessern.