Volleyball

Berlin Volleys erreichen Platz drei in Champions League

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Für den Finaleinzug hat es nicht gereicht, doch Platz drei ist für die Berlin Volleys ein Riesenerfolg. Die Partie gegen Belchatow bot Spannung bis zum Schluss – mit Matchbällen auf beiden Seiten.

Die Berlin Volleys haben sich den größten Erfolg in ihrer Vereinsgeschichte gesichert. Beim Finalturnier in der Champions League erreichte der deutsche Volleyball-Meister den dritten Platz. Die Berliner bezwangen am Sonntag vor eigenem Publikum den polnischen Club PGE Skra Belchatow in einer spannenden Partie mit 3:2 (25:21, 19:25, 25:20, 26:28, 23:21).

Vor 9300 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle ließen die Volleys im vierten Satz eine Chance ungenutzt. Den Tiebreak entschieden sie dann mit dem insgesamt achten Matchball für sich. Mit einem Ass beendete der Italiener Francesco de Marchi den finalen Durchgang. Bei den Klängen „Oh wie ist das schön“ ließen sich die Gastgeber vom Publikum feiern und gingen klatschend eine Ehrenrunde.

Am Samstag waren die Berliner trotz einer guten Leistung im Halbfinale am russischen Turnierfavoriten Zenit Kasan mit 1:3 gescheitert. Resovia Rzeszow hatte sich in der Vorschlussrunde in einem Duell zweier polnischer Clubs gegen Belchatow behauptet. An beiden Tagen sahen insgesamt 18 600 Zuschauer die Spiele, das bedeutet einen neuen Rekord für das Final Four.

Die Berliner bestimmten das Geschehen

Im Spiel um Platz drei bestimmten die Berliner das Geschehen im ersten Satz. Sie hatten dabei ein Überraschungsmoment auf ihrer Seite: Denn nicht wie gewöhnlich holten Robert Kromm und Paul Carroll die wichtigen Punkte, sondern zumeist schlossen Rob Bontje und Scott Touzinsky die Angriffe erfolgreich ab. US-Olympiasieger Touzinsky nutzte den dritten Satzball zur Führung.

Im zweiten Abschnitt kamen dem Zusammenspiel der Berliner die klaren Strukturen abhanden. Vor allem Robert Kromm leistete sich Schwächen. Nach nur fünf Punkten in zwei Sätzen wechselte ihn Trainer Mark Lebedew beim 6:8 im dritten Abschnitt gegen den Italiener Francesco de Marchi aus. Belchatow mit dem Ex-Berliner Srecko Lisinac im Mittelblock sowie dem deutschen Nationalspieler Ferdinand Tille als Libero, zeigte kaum Ermüdungserscheinungen.

Weitaus eher schwanden den Berlinern die Kräfte. Gerade bei den Aufschlägen im vierten Satz machten sich Konzentrationsdefizite bemerkbar. Der achtmalige polnische Meister nutzte die Schwächephasen aus und erzwang den Tiebreak, nachdem die Volleys bei einer eigenen 26:25-Führung sogar noch einen Matchball vergaben.

Im Tiebreak setzten sich die Berliner zunächst mit 9:4 ab. Dann kamen die Polen auf 9:10 heran und das große Zittern begann. Beim 14:12 vergaben die Gastgeber zwei Matchbälle, der zweite Matchball wurde erst nach Videobeweis zugunsten Belchatows entschieden. Es folgten wechselnde Führungen, bis de Marchi mit einem höchst risikoreichen Aufschlag ins Feld des Gegners die Entscheidung herbeiführte.

( dpa/seg )