Marathon

44.389 Läufer beim Berlin-Marathon

Durch eine neue Logistik können 1500 Läufer zusätzlich beim Berlin-Marathon starten. Der Veranstalter hat für mehr Platz gesorgt.

Das Läuferfeld beim Berlin-Marathon 2017 (Archivbild)

Das Läuferfeld beim Berlin-Marathon 2017 (Archivbild)

Foto: Reto Klar

Berlin. „Rekorde und Jubiläen“, unter diesem Motto könnte die Marathon-Woche in Berlin eingeläutet werden. Noch mehr Teilnehmer und seit Jahren wiederkehrende Veranstaltungen zeichnen die sportlichste Woche der Hauptstadt in diesem Jahr aus. Den ersten Rekord des „45. BMW Berlin-Marathons“ brechen die Läuferinnen und Läufer. Nach Angaben des Veranstalters, dem SCC Events, haben sich 44.389 Teilnehmer aus 133 Nationen angemeldet.

„Das sind ungefähr 1500 Läuferinnen und Läufer mehr, als im vergangenen Jahr“, sagte SCC-Events-Geschäftsführer Jürgen Lock. Der erneute Anstieg der Teilnehmerzahlen würde aber nicht zu Lasten der Qualität des Rennens und der Veranstaltung gehen. Mit Veränderungen bei der Logistik könne Platz gespart werden, der jetzt den Läufern zur Verfügung stehe. Bereits im vergangenen Jahr konnten sich die Freizeitsportler entscheiden, ob sie einen durchsichtigen Kleiderbeutel nutzen wollen oder Ponchos, die sie nach dem Zieleinlauf erhalten. 2017 hatten sich 12.000 Teilnehmer für die zweite Variante entschieden. So konnten sich 3000 mehr Sportler anmelden. In diesem Jahr sind es etwa 20.000 Poncho-Nutzer, so können 1500 zusätzliche Starter auf die Strecke. Entfällt die Beutelabgabe am Lkw, schafft das Platz für zusätzliche Teilnehmer, heißt es.

Erstmals vierte Startwelle

„Mit einem wissenschaftlich fundierten Crowdmanagement können wir die Teilnehmerströme besser kontrollieren“, sagte Lock. „Damit können wir den Platz auf der Strecke besser nutzen.“ Zudem werde es in diesem Jahr eine vierte Starterwelle geben. Die Läuferinnen und Läufer starten ab 9.15 Uhr, 9.25 Uhr, 9.45 Uhr und 10.05 Uhr.

Für das Rennen gemeldet sind zudem 180 Handbiker und 63 Rennrollstuhl-Athleten. Neu ist, dass die Startnummer am Lauftag von 5.30 Uhr bis 22 Uhr als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel für den Tarifbereich AB gilt. Die Startnummer muss gut sichtbar auf der Brust getragen werden.

Mini-Marathon zum 30. Mal

Bereits am Sonnabend findet der Mini-Marathon statt. „Zum 30. Mal“, wie Lock betont. „Mit mehr als 10.000 Kindern ist das die größte Zahl, die wir bislang hatten.“ Ebenfalls am Sonnabend rollen 5258 Inlineskater über die Startlinie, 11.000 Athleten werden zum Frühstückslauf am Schloss Charlottenburg erwartet, ungefähr 1500 Kinder gehen beim Bambinilauf auf dem Tempelhofer Feld an den Start.

Werden sich am Sonnabend etwa 800 Polizisten um die Verkehrsregelung und -lenkung sowie die Sicherheit im Start- und Zielbereich und an bestimmten Hotspots kümmern, sind es am Sonntag 1050 Beamte. Diese Zahlen nannte Oliver Hartwich, Leiter der Befehlsstelle Begleitschutz- und Verkehrsdienst der Polizei. Der Live-Twitter-Kanal der Polizei soll nur bei Störungen und außerordentlichen Zwischenfällen genutzt werden. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein werden die Feuerwachen in Streckennähe verstärkt. Insgesamt sind etwa 6000 freiwillige Helfer im Einsatz, 650 Mediziner, Pfleger und auch Fahrrad-Ärzte.

Rennen um zwei Wochen vorverlegt

Die Vorverlegung des Rennens um zwei Wochen auf Mitte September hat auf die Freizeitläufer keinen Einfluss. Die Top-Athleten aus Afrika hingegen mussten ihre Trainingspläne ein wenig an den internationalen Laufkalender anpassen. So stand einer der Spitzenathleten plötzlich ohne Trainingspartner da. Aufgrund des flachen Profils gilt die Marathonstrecke in Berlin als eine der schnellsten der Welt, auf der bereits etliche Weltrekorde erzielt wurden. Die langjährigen Durchschnittstemperaturen für Mitte September liegen 1,7 Grad über den von Ende September. Ob das am kommenden Sonntag einen neuen Rekord verhindert, wird sich zeigen. Wichtigere Rekord-Faktoren wie Wind und Regen werden aktuell mit nicht auffallenden Werten prognostiziert.

Bereits ab Dienstag – 11. September, sechs Uhr früh – wird die Straße des 17. Juni zwischen Yitzhak-Rabin-Straße und Brandenburger Tor gesperrt. Die Ebertstraße bleibt durchgängig befahrbar. Die Sperrung wird zur Sicherung der Marathon-Veranstaltung bis Montag, 24 Uhr aufrechterhalten.

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