Corona-Krise

Berliner Sportvereine verlieren Mitglieder

In der Corona-Krise fallen auch Sportangebote für Kinder weg.

In der Corona-Krise fallen auch Sportangebote für Kinder weg.

Foto: dpa

In der Corona-Krise haben die Berliner Sportvereine zahlreiche Mitglieder verloren. Vorallem der Kinder- und Jugendsport ist betroffen.

Berlin. Die Berliner Sportvereine haben im ersten Jahr der Corona-Pandemie 33.117 Mitglieder verloren. Zum 1. Januar 2021 waren nach der Statistik des Landessportbunds Berlin (LSB) in Berlin 662.076 Berliner Mitglied in einem Sportverein. Das bedeutet einen Rückgang von 4,76% zum Vorjahr. Zum 1. Januar 2020 waren noch 695.193 Menschen in Berliner Sportvereinen organisiert.

LSB-Präsident Thomas Härtel sagte: „Wir brauchen dringendst Öffnungen für mehr Sport, nicht nur für unsere Mitglieder in den Vereinen, sondern auch als unverzichtbares Angebot zur Gesundheitsförderung und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt.“

Die Berliner Sportvereine haben 14.894 männliche und 18.223 weibliche Mitglieder verloren. Mit dem ist der organisierte Sport auf den Stand von 2018 zurückgefallen. Zugleich bedeuten die Zahlen den ersten Mitgliederrückgang seit 13 Jahren. Die größten Rückgänge verzeichnet der Sport bei Verbänden mit Sportarten, die im Innenbereich stattfinden und bei den Kontaktsportarten.

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Vorallem der Kinder- und Jugendsport ist betroffen

Besonders in der Altersgruppe der 0-6-Jährigen sind mit einem Rückgang von 12.087 Mitgliedschaften (-28,95%) die meisten Austritte zu verzeichnen. Hier zeigen sich besonders die negativen Auswirkungen der Pandemie. Kooperationen der Vereine mit Kitas konnten seit fast einem Jahr nicht fortgeführt werden. Auch in der Altersgruppe zwischen 7 und 14 Jahren ist der Rückgang überdurchschnittlich.

„Der Mitgliederrückgang gerade bei den Kindern und Jugendlichen muss besonders zu denken geben. Gerade diese Gruppe braucht jetzt Bewegung. Umso unverständlicher ist für uns, dass der Senat nicht den Beschluss der Ministerpräsidenten-Konferenz umgesetzt hat und den 13- und 14-Jähtrigen als einziges Bundesland Sportangebote verwehrt“, sagt LSB-Präsident Härtel.

( BM )