DFB-Pokal

Für Altglienicke ist Köln eine Nummer zu groß

Der Berliner Pokalsieger VSG Altglienicke scheitert mit 0:6 in der ersten DFB-Pokalrunde am Bundesligisten 1. FC Köln.

Altglienickes Tim Häußler (l.) kommt beim Schuss des Kölners Dominick Drexler zu spät.

Altglienickes Tim Häußler (l.) kommt beim Schuss des Kölners Dominick Drexler zu spät.

Foto: Christof Koepsel / Getty Images

Köln. Die Hoffnung auf eine Sensation war groß, Torsten Mattuschka hatte sich vor der Partie in seinem ersten Einsatz als Reporter des Fernsehsenders Sky sogar festgelegt: „Gegen Köln reicht es auch in Badelatschen.“ Doch wer den Co-Trainer der VSG Altglienicke kennt, weiß um die Entertainer-Qualitäten des früheren Kapitäns von Union Berlin. Mattuschkas Worte waren sicher nicht ernst gemeint.

Nach dem Aus in der ersten DFB-Pokalrunde dürften diese Worte ohnehin nur als Galgenhumor durchgehen. Mit 0:6 (0:3) unterlag der Berliner Pokalsieger beim 1. FC Köln. Wegen der Corona-Krise hatte die Partie des Regionalligisten im Rheinland stattgefunden und nicht im Jahn-Sportpark.

„Wir waren sehr mutig und sind hoch angelaufen, dass ist das, was wir auch in der Liga machen. Aber wir haben auch einfache Gegentore bekommen. Die Jungs brauchen sich dennoch nichts vorzuwerfen, sie haben sich gut verkauft gegen einen Bundesligisten“, sagte Mattuschka nach der Partie.

Ein Elfmeter leitet die Niederlage ein

Eine gute Viertelstunde hielt der Außenseiter das Duell offen, dann ging der Kölner Benno Schmitz im Strafraum nach einem Zweikampf mit Tim Häußler zu Boden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jonas Hector, wenn auch mit Glück: VSG-Torwart Leon Bätge hätte den Schuss fast abgewehrt (17.).

Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Kölner das Kommando und erhöhten durch Elvis Rexhbecaj (36.), Rafal Czichos (43.), erneut Rexhbecaj (63.) Salih Özcan (68.) und Dominick Drexler (85.). Die beste Chance für die Berliner vergab Tolcay Cigerci, der in der 52. Minute am Kölner Torwart Timo Horn scheiterte.

Mattuschka sah darin auch ein standesgemäßes Ergebnis. Gleichwohl weiß der ehemalige Profi auch um die Bedeutung der Partie für die VSG. „Für den Verein war es eine Riesengeschichte. Einen Tag früher anreisen, im Hotel übernachten – jetzt gibt es es noch einen schönen Abend mit unseren Sponsoren, und morgen fahren wir angeheitert wieder nach Hause“, sagte Mattuschka.