Basketball

Euroleague: Alba verpasst gegen Real den nächsten Coup

Berliner verlieren nach großem Kampf gegen Topfavorit Madrid 97:103. Aber das zweite Viertel wird den Zuschauern in Erinnerung bleiben.

Umkämpft: Albas Tyler Cavanaugh (l.) springt zum Korb gegen Jordan Mickey von Real Madrid.

Umkämpft: Albas Tyler Cavanaugh (l.) springt zum Korb gegen Jordan Mickey von Real Madrid.

Foto: Andreas Gora via www.imago-images.de

Berlin. Alba gelang gegen Real Madrid mit 35:9 im zweiten Viertel ein Comeback, an das sich viele der 10.457 Zuschauer, die in der Mercedes-Benz Arena waren, noch lange erinnern werden. Unter dem Strich reichte das jedoch nicht. Die Berliner unterlagen dem Topteam aus Spanien trotz einer erneut beeindruckenden Leistung mit 97:103 (60:50).

Alba entschied das zweite Viertel mit 35:9 für sich

Albas Traum vom nächsten Coup in der Euroleague nur zwei Tage nach dem grandiosen 102:96 bei Armani Mailand schien zunächst unendlich weit entfernt. Das Team aus Madrid, das 48 Stunden zuvor beim 70:69 gegen Vitoria noch extreme Ladehemmungen hatte, warf im Sekundentakt und traf aus allen Lagen. Ende des ersten Viertels lag Alba mit 19:41 zurück, wozu Reals Anthony Randolph allein 19 seiner insgesamt 27 Punkte beigetragen hatte.

Aber der Schein trog. Die Berliner antworteten dank eines kollektiven Kraftakts, bei dem Johannes Thiemann und Martin Hermannsson besonders voran stürmten, mit einer 21:2-Serie (40:43/14.). Nach der ersten Führung durch Landry Nnoko (48:47) erhöhten sie bis zur Pause wie im Rausch sogar auf 60:50. Alba entschied das zweite Viertel gegen zunehmend konsternierte Gäste mit 35:9 für sich und wurde wie auch nach Spielende mit stehenden Ovationen in die Halbzeit geschickt.

Neuer Euro-Rekord bei den Assists

Gegen das millionenschwere Starensemble, das die Schockstarre nach und nach ablegte und bei dem Facundo Campazzo mit 19 Assists einen neuen Euro-Rekord aufstellte, schmolz Albas Führung in den folgenden Minuten jedoch dahin. Nach Randolphs Dreier zum 68:68 (24.) wendete sich das Blatt erneut. Die Berliner gaben das dritte Viertel mit 11:29 ab und konnten in den verbliebenen zehn Minuten das 71:79 (30.) trotz abermals vorbildlichen Einsatzes nicht erneut egalisieren.

„Das war Real Madrid“, sagte Rokas Giedraitis, mit 17 Punkten Albas bester Werfer. „Gegen die kannst du kein solches erstes Viertel spielen. Wir haben dann aber mit großer Energie geantwortet, und da war dann zwischen beiden Mannschaften kein großer Unterschied mehr zu sehen.“

Am Sonntag (15 Uhr) steht Alba sicherlich vor einer nicht ganz so anspruchsvollen Aufgabe. Dann ist an gleicher Stelle in der Bundesliga die BG Göttingen zu Gast.