Hockey

Hallenhockey: Berliner Paul Dösch hat hohe Ziele

Der Berliner Paul Dösch will in der Halle Hockey-Europameister werden und mit dem Berliner HC den Einzug ins Final Four schaffen.

Paul Dösch aus Berlin ist beim Berliner HC wie im Hallenhockey-Nationalteam ein Leistungsträger.

Paul Dösch aus Berlin ist beim Berliner HC wie im Hallenhockey-Nationalteam ein Leistungsträger.

Foto: Georg Wendt / picture alliance / Georg Wendt/dpa

Berlin. Paul Dösch stand nie im Verdacht, die Hallensaison im Hockey zu vernachlässigen. Während viele andere Nationalspieler zugunsten der Feldsaison auf die Winterrunde verzichten, war er dort immer schon mit Feuereifer bei der Sache. Im Gegensatz zu draußen, wo das Spiel oft sehr taktisch geprägt ist, gehe in der Halle alles ein wenig rasanter vonstatten, meint der Spieler des Berliner Hockey Club (BHC). „Drinnen ist ein bisschen mehr Show, ein bisschen mehr Freestyle-Hockey. Deshalb macht es mir in der Halle einfach Riesenspaß.“

Hallenhockey-EM findet in Berlin statt

In dieser Saison gilt das ganz besonders. Vom 17. bis 19. Januar finden im Horst-Korber-Sportzentrum in Charlottenburg die Halleneuropameisterschaften statt. Und wenn bis dahin nichts Unvorhergesehenes mehr passiert, dann wird Paul Dösch nicht nur dabei sein – er wird das deutsche Team höchstwahrscheinlich sogar als Kapitän anführen. „Unser Ziel ist es ganz klar, bei der EM den Titel zu holen“, sagt Dösch. Dabei ist das Turnier eigentlich nur ein Trostpflaster.

Denn nach Berlin wird der Deutsche Hockey-Bund lediglich ein Perspektivteam entsenden. Die Mitglieder der A-Nationalmannschaft bereiten sich stattdessen auf die neue Saison in der Pro League und auf die Olympischen Spiele in Tokio vor. Für Dösch kommt Olympia 2020 aber wohl noch zu früh.

Ziel des Berliner HC ist Erreichen des Final Four

Der neue Bundestrainer Kais al Saadi hat den 21-Jährigen für diese Woche zwar ebenfalls zum Lehrgang nach Mannheim eingeladen, aus dem sich das vorläufige Tokio-Aufgebot ergibt. „Ich sehe aber eher geringe Chancen“, sagt Dösch. Einige seiner Mitspieler aus dem U21-Europameisterteam haben da schon bessere Karten. „Das ist letztlich immer auch eine Frage der Position. Ich bin Innenverteidiger, und da ist Deutschland momentan gut besetzt. Als Stürmer hat man da etwas bessere Aussichten“, sagt er.

Den Saisonauftakt mit dem BHC wird Dösch aufgrund des Lehrgangs verpassen. Die Partie am Sonntag beim Mariendorfer HC (11 Uhr, Ulrich-von-Hutten-Schule) müssen die Zehlendorfer ohne ihn bestreiten. Am darauffolgenden Wochenende gegen Blau-Weiß will er aber auf jeden Fall dabei sein, schließlich ist das Spiel für ihn ein ganz besonderes: Fast zehn Jahre spielte er bei Blau-Weiß, bevor er im Sommer zum BHC wechselte. „Dort haben wir in dieser Saison ein super Team beisammen. Wir haben hohe Ambitionen und wollen ins Final Four Anfang Februar in Stuttgart“, sagt Paul Dösch. Damit würde der Spaßfaktor in der Halle noch einmal deutlich steigen.