Wasserball

Wasserfreunde greifen in der Königsklasse an

Die Wasserfreunde Spandau starten gegen den spanischen Meister CNA Barceloneta in die Champions League – und haben hohe Ziele.

Nationalspieler Marko Stamm startet mit den Wasserfreunden am Dienstag in der Champions League.

Nationalspieler Marko Stamm startet mit den Wasserfreunden am Dienstag in der Champions League.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin. Die Rivalität im deutschen Wasserball zwischen den Wasserfreunden Spandau und Waspo Hannover ist legendär. Als beide Mannschaften vergangene Woche beim Supercup aufeinandertrafen, herrschte jedoch eine „fast schon harmonische Atmosphäre“, wie Spandaus Kapitän Marko Stamm erstaunt feststellte. Mit Blick auf die bevorstehende Olympiaqualifikation hätten sich die Nationalspieler beider Seiten dieses Mal „nicht so auf die Glocke hauen“ wollen.

Das Turnier in Tokio 2020 hat vorerst Priorität, wodurch das 20:21 nach Fünfmeterwerfen aus Berliner Sicht etwas leichter zu verschmerzen war. Mit der Harmonie im Becken dürfte es am Dienstag allerdings vorbei sein, wenn die Wasserfreunde zum Start der diesjährigen Champions-League-Saison den spanischen Meister CNA Barceloneta empfangen (19 Uhr, Schwimmsporthalle Schöneberg).

Ein Sieg zum Auftakt hätte Signalwirkung

Im vergangenen Jahr schaffte es das Team aus Katalonien bis ins Halbfinale und hat sich auch in dieser Saison wieder die Qualifikation für das Final Eight zum Ziel gesetzt. Gleiches haben sich aber auch die Spandauer vorgenommen, nachdem man die Finalrunde zuletzt doch recht deutlich verpasste. Ein Sieg zum Auftakt gegen einen der direkten Konkurrenten hätte deshalb Signalwirkung.

„Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen“, sagt Marko Stamm. Gegen namhafte Konkurrenz wie das mit spanischen Nationalspielern gespickte Team von Barceloneta, Jug Dubrovnik (Kroatien), Szolnok (Ungarn) oder Olympiakos Piräus (Griechenland) – die drei letztgenannten Klubs gewannen in den Jahren 2016 bis 2018 jeweils die Champions League – ist der deutsche Meister in seiner Gruppe zwar erneut nur Außenseiter. „Man darf uns aber ganz sicher nicht unterschätzen“, meint Marko Stamm. „Wir müssen die Fehlerquote gering halten, ansonsten wird das auf diesem Niveau eiskalt bestraft.“

Russe Kholod erstmals bei Spandau mit dabei

Am Dienstag müssen die Berliner zudem auf ihren Abwehrchef, den Centerverteidiger Rémi Saudadier, verzichten, der seiner Mannschaft krankheitsbedingt wohl noch mehrere Wochen fehlen wird. Dafür ist erstmals der Russe Dmitrii Kholod dabei, der im Sommer von Dynamo Moskau nach Spandau gewechselt war. „Er ist eine deutliche Verstärkung“, sagt Marko Stamm. „Er ist vielseitig einsetzbar, was uns für die Gegner noch schwerer ausrechenbar macht. Das wird unserem Angriffsspiel guttun.“ Beim Supercup hatte Kholod noch gefehlt.