Traben

Top-Starterfeld beim Super Trot Cup in Mariendorf

Beim Super Trot Cup in Mariendorf kommen die Starter aus ganz Europa. Mit Jos Verbeeck gibt sich sogar ein echter Weltstar die Ehre

Jos Verbeeck ist einer der Weltstars im Trabrennsport. Am Sonntag startet er in Mariendorf.

Jos Verbeeck ist einer der Weltstars im Trabrennsport. Am Sonntag startet er in Mariendorf.

Foto: Christine Olsson/TT / picture alliance / TT NYHETSBYRÅN

Berlin.. Die Globalisierung schreitet in unserer Gesellschaft immer weiter voran, da macht der Trabrennsport keine Ausnahme. So wurden etwa beim letztjährigen Deutschen Traber-Derby von den elf Finalisten lediglich noch zwei Pferde wirklich in Deutschland trainiert. Auch bei den Fahrern waren die ausländischen Starter klar in der Überzahl, was nicht wenige in der Szene durchaus bedenklich finden. Beim Super Trot Cup hingegen, dessen zweiter Lauf am Sonntag (14 Uhr) auf der Trabrennbahn Mariendorf ausgetragen wird, ist das internationale Starterfeld sogar gewollt.

Beteiligung mehrerer europäischer Rennbahnen

Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Rennserie verschiedener europäischer Rennbahnen, die ihre Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut haben. Nach dem Start 2016 mit lediglich zwei Bahnen (Mariendorf und Jägersro in Schweden) und der Erweiterung auf drei Länder für die Jahre 2017/18 beteiligen sich in diesem Jahr nun sogar gleich sechs Bahnen aus ganz Europa: neben Mariendorf und Jägersro noch Mailand, Baden (Österreich), Wolvega (Niederlande) und Skive (Dänemark).

Finale am 3. August in Mariendorf

Die beiden Erstplatzierten jedes Vorlaufs qualifizieren sich für das Finale am 3. August in Mariendorf im Rahmen des Derby-Meetings, das mit 70.000 Euro dotiert ist. Insgesamt werden beim Super Trot Cup in diesem Jahr sogar nahezu 200.000 Euro ausgeschüttet, der sich damit als einer der wichtigsten Wettbewerbe für ältere Pferde etabliert hat. Entsprechend prominent besetzt ist das Rennen am Sonntag: Mit Jos Verbeeck gibt sich sogar ein echter Weltstar des Trabrennsports die Ehre.

Mit Jos Verbeeck ein Weltstart am Start

Vier Mal siegte der Belgier beim Prix d’Amérique in Paris, dem wichtigsten Trabrennen der Welt. Als er dort 2003 mit dem deutschen Pferd Abano As gewann, freute sich dessen Besitzer Alwin Schockemühle darüber nach eigenem Bekunden noch mehr als über seine eigenen beiden olympischen Goldmedaillen im Springreiten.

Favorit ist Conrad Lugauer mit Breidabliks Cognac

Mit Apache Jeloca ist Verbeeck trotzdem nur Außenseiter. Der Favorit heißt stattdessen Breidabliks Cognac mit Conrad Lugauer im Sulky, der sich seit Wochen in bestechender Form befindet. Die Karriere des gebürtigen Regensburgers steht gewissermaßen exemplarisch für die globalisierte Traberwelt: Geboren in Regensburg, lebt Lugauer seit Langem in Schweden und startet mittlerweile bei den stärksten Rennen in Skandinavien und Frankreich. In Deutschland ist Lugauer seit seinem Umzug dagegen nur noch selten zu Gast. Beim Super Trot Cup bietet sich eine der seltenen Gelegenheiten, seine Fahrkünste hierzulande einmal zu erleben.