Tennis

Lisicki startet in Wimbledon, Molleker verpasst Meldefrist

Licht und Schatten für zwei Berliner in Wimbledon. Während Lisicki über die Qualifikation ins Hauptfeld will, muss Molleker zuschauen.

Sabine Lisicki tritt auch 2019 wieder in Wimbledon an.

Sabine Lisicki tritt auch 2019 wieder in Wimbledon an.

Foto: Gerry Penny / dpa

Berlin.  Wimbledon ist, bei aller Begeisterung für die French Open, die Australian Open und die US Open, immer noch der Höhepunkt des internationalen Tennis-Jahres. Auf dem heiligen Rasen wollen die Besten unbedingt einmal in ihrer Karriere gewinnen, die nicht so guten wenigstens so oft wie möglich dabei sein.

Das gilt auch für die beiden für den LTTC Rot-Weiß Berlin spielenden Sabine Lisicki und Rudi Molleker. Doch während Lisicki die Reise nach London schon gebucht hat, wird ihr Klubkollege die All England Championships wohl verpassen.

Panne bei der Anmeldung Mollekers

Grund ist eine Panne bei der Anmeldung. Wie sein Management dem „TennisMagazin“ bestätigte, habe der 18-Jährige die Meldefrist für die Qualifikation verpasst. Auch die Hoffnung auf eine Wildcard für die Qualifikation erfüllte sich am Mittwoch nicht. Zwar verteilt der Turnierveranstalter in den nächsten Tagen noch insgesamt sechs weitere Wildcards für die Qualifikation und das Hauptfeld. Dass Molleker eine davon erhält, ist allerdings unwahrscheinlich.

Bei den Major-Turnieren in Melbourne und Paris hatte sich der Berliner in diesem Jahr noch jeweils über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt und so seine ersten beiden Grand-Slam-Matches bestritten. Mit seiner Premiere in Wimbledon wird es nun wohl mindestens noch ein Jahr dauern.

Molleker gilt nach dem Weltranglistenfünften Alexander Zverev (22) als die größte deutsche Tennishoffnung für die kommenden Jahre. Im Mai 2018 hatte er in Heilbronn ein Challenger-Turnier gewonnen, als Junior (U14) war er bereits Europameister und Team-Weltmeister geworden. Aktuell steht er auf Rang 152 der Weltrangliste.

Lisicki kämpft in der Qualifikation

Die frühere Finalistin Sabine Lisicki hat dagegen eine Wildcard für die Wimbledon-Qualifikation bekommen. Das teilten die Veranstalter des Turniers am Mittwoch mit. Die 29-Jährige ist nach mehreren Verletzungen und Ergebniskrisen auf Platz 296 der Tennis-Weltrangliste abgestürzt.

Auch im vergangenen Jahr hatte Lisicki die Wimbledon-Qualifikation bestritten, war da aber bereits in der ersten Runde gescheitert. Das Wimbledon-Endspiel hatte sie 2013 erreicht, aber gegen die Französin Marion Bartoli verloren. Drei weitere Male war sie bis ins Viertelfinale vorgestoßen, 2011 sogar ein weiteres Mal ins Halbfinale.

Die Qualifikation für den Rasen-Klassiker beginnt am Montag. Eine Woche später startet das Hauptfeld mit der Kielerin Angelique Kerber als Titelverteidigerin.