Britta Steffen

Klimaschutz: Warum Britta Steffen nicht mehr fliegen will

Britta Steffen fliegt nicht mehr – der Umwelt zuliebe. Die Schwimm-Olympiasiegerin will damit zum Nachdenken anregen.

Britta Steffen wurde in Peking Doppel-Olympiasiegerin im Schwimmen. Jetzt ist die 35-Jährige Umweltingenieurin.

Britta Steffen wurde in Peking Doppel-Olympiasiegerin im Schwimmen. Jetzt ist die 35-Jährige Umweltingenieurin.

Foto: Robert Michael / picture alliance/dpa

Berlin. Als Freistilschwimmerin flog Britta Steffen förmlich durchs Wasser. 2008 in Peking wurde die Berlinerin Doppel-Olympiasiegerin, das war ihr größter sportlicher Erfolg. Inzwischen hat die 35-Jährige ihre Karriere längst beendet. Und fliegen will sie gar nicht mehr, nicht im Wasser und vor allem nicht in der Luft.

Ihre Flüge reichen für drei Leben

„Die Flüge, die ich während meiner aktiven Karriere und danach als Rednerin gemacht habe, reichen für drei Leben. Ich möchte es einfach nicht mehr“, sagte die zweimalige Weltmeisterin bei der Vorstellung des neuen Umwelt- und Nachhaltigkeitsmagazins „Impact“ in Berlin. Sie wolle kein Flugzeug mehr besteigen, der Umwelt zuliebe.

In ihrem Wohnort Berlin bewege sie sich nur noch mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln fort. Auf Fernreisen will sie zukünftig verzichten und Ziele in Europa nur noch mit der Bahn erreichen, auch wenn es mehr Zeit koste. Da Flugzeuge einen großen Lärm, viele Treibhausgase und andere Luftschadstoffe erzeugten, komme Fliegen nicht mehr für sie in Frage. „Jeder muss selbst entscheiden, wo und wie er oder sie Prioritäten setzt. Sollte ich mit meiner Entscheidung zum Nachdenken anregen, so würde mich das freuen“, sagte die Umweltingenieurin.

Keine Jobs als TV-Expertin in Übersee mehr

Für sie bedeutet der Verzicht aufs Fliegen unter anderem, dass sie auch Jobs als TV-Expertin bei Olympischen Spielen oder Schwimm-Weltmeisterschaften in Übersee ablehnen wird.