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Warum die Berlin Rebels endlich punkten müssen

Bei den Berlin Rebels reiht sich zum Saisonstart Pleite an Pleite. Dabei wollten sie das Play-off-Viertelfinale erreichen – mindestens.

Quarterback Terell Robinson und sein Team der Berlin Rebels rennen bisher der Musik hinterher.

Quarterback Terell Robinson und sein Team der Berlin Rebels rennen bisher der Musik hinterher.

Foto: Bild-Pressehaus / picture alliance / bild pressehaus

Berlin. An seiner Saisonprognose hält Kim Kuci weiterhin fest. Schon vor dem Start der German Football League (GFL) sagte der Cheftrainer der Berlin Rebels, er glaube nicht, dass die Topteams dieses Mal ohne Niederlage durch die Saison kommen. Die Bundesliga sei in dieser Spielzeit so ausgeglichen, dass sich die Klubs gegenseitig die Punkte wegnehmen würden.

Gegen Kiel soll die Wende geschafft werden

Aus Sicht der Charlottenburger kann man nur hoffen, dass ihr Coach Recht behält, schließlich sind die Rebels selbst mit drei Niederlagen in die Saison eingestiegen. „Wir sind von den guten Teams am schlechtesten gestartet“, sagt Kim Kuci. Am Pfingstsonntag gegen die Kiel Baltic Hurricanes (15 Uhr, Mommsenstadion) ist ein Erfolg deshalb Pflicht, will man die Play-off-Plätze nicht frühzeitig aus den Augen verlieren.

„Gegen Kiel müssen wir alles auffahren, was wir haben“, fordert Kuci. In den ersten Begegnungen gegen Potsdam (17:30) und Braunschweig (12:29) hatte es daran noch gehapert. Der Trainer spricht von einer „insgesamt mangelhaften Teamleistung“, man sei in beiden Partien weit hinter den eigenen Möglichkeiten zurückgeblieben. „Die Offense hat nicht produziert und die Defense in den entscheidenden Momenten nicht standgehalten“, sagt Kuci, daher habe man beide Spiele auch verdient verloren.

Team ist völlig neu zusammengestellt

Dass die Mannschaft vor der Saison angesichts von über 30 Abgängen neu zusammengestellt werden musste und sich deshalb erst noch finden muss, lässt der 45-Jährige als Entschuldigung nicht gelten. „Die Fehler haben oft gerade die Spieler gemacht, die schon länger bei uns sind“, sagt er.

Nach den Pleiten gegen Potsdam und Braunschweig war die Verunsicherung jedenfalls groß und das Selbstbewusstsein erst einmal mächtig angeknackst. Zwar gehören beide Gegner durchaus zu den Spitzenteams der GFL, doch man habe insgeheim trotzdem darauf gehofft, vielleicht zwei der ersten drei Spiele zu gewinnen, so Kim Kuci.

Weitere Ausrutscher sind verboten

Ein Erfolgserlebnis blieb den Berlinern danach zwar auch gegen Hildesheim (41:56) versagt. Dennoch war diese dritte Niederlage anders als die vorherigen. Die Fortschritte waren bereits deutlich zu erkennen. „Wir spüren jetzt wieder frische Luft um die Nase“, meint Kuci vor dem wichtigen Duell mit den Kielern. Zumal dann auch die beiden Abwehr-Asse Rory Johnson und Paul Morant wieder mit von der Partie sein werden, die gegen Hildesheim noch verletzt aussetzen mussten.

Bislang rückt der Klub noch nicht von seinem Saisonziel ab und peilt nach wie vor die erneute Qualifikation für das Viertelfinale an, das er zuletzt zweimal hintereinander erreicht hat. Doch Kim Kuci sagt auch ganz deutlich: „Wir dürfen uns jetzt keine weiteren Ausrutscher mehr erlauben.“