Hockey

Erste Hockeyliga zweiter Klasse

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Philip Häfner
Hockey-Zauber: Am Wochenende beginnt die Hallensaison

Hockey-Zauber: Am Wochenende beginnt die Hallensaison

Foto: imago sport / imago/Matthias Koch

Für manche Klubs wie Aufsteiger Berliner SC ist die Hallenhockey-Bundesliga das Größte. Doch die besten Spieler fehlen.

Berlin.  Als Spieler blieb Mario Delvenakiotis die Krönung seiner Karriere verwehrt. 2004 durfte der Berliner nicht für sein Heimatland Griechenland an den Olympischen Spielen in Athen teilnehmen, weil der Hockey-Weltverband die Gastgeber für zu schwach befand und keinen automatischen Startplatz vergab. Dafür hat er nun als Trainer das Optimum herausgeholt: Mit dem Berliner SC ist Delvenakiotis gerade in die Bundesliga im Hallenhockey aufgestiegen. Auf dem Feld spielen die Wilmersdorfer lediglich in der Regionalliga, doch in der Winterversion gehören sie nun erstmals zur nationalen Elite.

Spiel des Jahres gegen den BHC

Zum Auftakt geht es am Sonnabend (15 Uhr, Werner-Ruhemann-Sporthalle) gleich gegen den Berliner Hockey-Club (BHC), den Staffelfavoriten im Osten. „Das ist unser Spiel des Jahres“, sagt Mario Delvenakiotis. Gerade für kleinere Klubs wie den BSC ist die Hallensaison stets eine willkommene Gelegenheit, zumindest für ein paar Wochen einmal aus dem Schatten der beiden Berliner Bundesligisten auf dem Feld – BHC und Blau-Weiß – herauszutreten.

„Für uns ist das eine Riesensache. In der Halle haben wir viel mehr Zuschauer. Eine solche Atmosphäre würden wir draußen nie hinbekommen“, meint Delvenakiotis. Allerdings stellt sich schon die Frage, was eine Liga wert ist, deren beste Spieler gar nicht dabei sind. Zum Saisonstart kämpfen die Nationalspieler in Indien nämlich noch um den Weltmeistertitel auf dem Feld.

Häner und Zwicker sind nicht dabei

Auch beim BHC werden mit Martin Häner und dem zurzeit verletzten Martin Zwicker die beiden Topleute auf einen Einsatz in der Halle verzichten. BHC-Trainer Rein van Eijk outet sich dennoch als Fan des Hallenhockeys. Das schnelle Spiel auf engstem Raum fördere sowohl die technische als auch die taktische Entwicklung, sagt er: „Aus meiner Sicht liegt darin einer der Hauptgründe, weshalb Deutschland im Hockey seit Jahrzehnten so erfolgreich ist.“

In Griechenland ist die Hallenvariante dagegen weitgehend unbekannt, berichtet Delvenakiotis. Dennoch holte er mit dem Auswahlteam dereinst den Balkan-Cup, blieb damals in zehn Spielen sogar ungeschlagen. Ebenso wie jetzt als Trainer erlebte er also auch als Nationalspieler den Höhepunkt seiner Laufbahn in der Halle.