Weltcup

12:10 gegen Ungarn – Wasserballern gelingt Sensation

Die deutschen Wasserballer starten mit einem verdienten 12:10 gegen Rekordolympiasieger und Vizeweltmeister Ungarn in den Weltcup.

Spandaus Ben Reibel war mit drei Treffern bester deutscher Werfer gegen Ungarn

Spandaus Ben Reibel war mit drei Treffern bester deutscher Werfer gegen Ungarn

Foto: Thomas Eisenhuth / picture alliance / Thomas Eisenhuth/dpa-Zentralbild/ZB

Berlin.  Die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft ist mit einer Sensation in den Weltcup gestartet. Die von Bundestrainer Hagen Stamm betreute Auswahl gewann gegen Vizeweltmeister und Rekordolympiasieger Ungarn mit 12:10 (1:2, 3:4, 4:2, 4:2).

„Wir sind auf dem Weg nach oben“ , hatte Stamm dem Team noch vor dem Turnier eine positive Entwicklung bescheinigt. Mit dem verdienten Erfolg gegen die Ungarn hat die Mannschaft die Einschätzung ihres Trainers bestätigt und die ersten wichtigen Punkte auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2019 gesammelt.

Bereits 45 Sekunden vor dem Ende der Partie rissen Stamm und alle Spieler am Beckenrand der Schwimmhalle des Europasportparks an der Landsberger Allee die Arme in die Höhe. Ben Reibel von den Wasserfreunden Spandau 04 hatte vor 400 Zuschauern gerade seinen zweiten Fünf-Meter-Strafwurf zum 12:9 für die Gastgeber verwandelt – die Partie war damit entschieden.

Starke kämpferische und spielerische Leistung

Reibel war neben dem Hannoveraner Julian Real mit drei Toren auch bester deutscher Schütze, außerdem trafen die Spandauer Matteo Cuk und Marin Restovic je zweimal. Hannes Schulz (Spandau) und der Duisburger Dennis Eidner steuerten je einen Treffer in einem Spiel bei, in dem die deutsche Mannschaft in der ersten Halbzeit gut mithielt, ihre Chancen jedoch nicht nutzte. Erst als sie nach dem 4:7 kurz nach der Pause auf 7:7 herankam, waren beide Teams auf Augenhöhe.

„Von der WM möchte ich jetzt noch nicht sprechen. Es wird auch sauschwer, Japan und Australien zu schlagen. Aber es ist wunderschön, gegen Ungarn zu gewinnen“, kommentierte Nationalspieler Marko Stamm die starke kämpferische und spielerische Leistung.

Platz eins in der WM-Qualifikationsgruppe zu erreichen, sei unrealistisch, hatte Stamm gesagt. Durch den Sieg gegen Ungarn ist Platz eins realistischer denn je. Heute spielt die deutsche Mannschaft gegen Japan (20.30 Uhr, Europasportpark).

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