Wasserball

Wedding gewinnt längstes Pokalspiel der Geschichte

Zweimal wurde das Achtelfinale gegen Uerdingen verschoben. Nun konnten die Berliner endlich spielen - doch das nächste Problem wartet.

Bis der Wasserball endlich im Weddinger Schwimmbad landen konnte, waren einige Hürden zu umgehen

Bis der Wasserball endlich im Weddinger Schwimmbad landen konnte, waren einige Hürden zu umgehen

Foto: Jens Wolf / picture alliance / ZB

Berlin.  Es ist eine oft bemühte Floskel, doch selten passte sie so gut wie in diesem Fall: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Als im deutschen Wasserball-Pokal für das Achtelfinale die Partie SC Wedding gegen Bayer Uerdingen ausgelost wurde, da ahnte noch niemand, dass sich daraus das vermutlich längste Pokalspiel in der Geschichte des deutschen Wasserballs entwickeln würde.

Ursprünglich war die Begegnung für den 10. November angesetzt gewesen. Doch sie musste zweimal verlegt werden, so dass erst am Sonntag, mit zwei Monaten Verspätung, die Entscheidung darüber fiel, welcher Verein ins Viertelfinale einzieht. Etwas überraschend schlug Wedding als Team aus der B-Gruppe der Bundesliga den Vertreter aus der A-Gruppe mit 11:9. „Aller guten Dinge sind drei“, sagte Co-Trainer Sven Marschalek.

Wasserschaden und Wintereinbruch

Beim ersten Mal war das Match wegen eines technischen Fehlers im Weddinger Schwimmbad abgesagt worden. Als Nachholtermin war danach zunächst der 9. Dezember vorgesehen, doch an diesem Tag verhinderte ein Wintereinbruch, dass es Uerdingen rechtzeitig nach Berlin schaffte. „Das sind eben die Gebrechlichkeiten des semiprofessionellen Sports“, sagte Marschalek. Beide Vereine waren sich jedoch einig, dass sie keine Lösung am grünen Tisch wollten.

Am Sonnabend mussten beide Mannschaften noch in der Bundesliga antreten – Wedding allerdings zu Hause, Bayer dagegen in der Nähe von Stuttgart, was für die Gäste eine lange Fahrt im Bus bedeutete. „Vielleicht sind sie dann gegen uns schon ein bisschen müde“, hatte Marschalek schon im Vorfeld spekuliert.

Im Viertelfinale trifft sein Klub nun auf den ASC Duisburg. Terminiert ist die Partie bislang für den 27. Januar, doch an diesem Tag hat Wedding bereits ein Ligaspiel. „Die Deutsche Wasserball-Liga war offenbar nicht davon ausgegangen, dass es ein Team aus der B-Gruppe ins Viertelfinale schafft“, so Marschalek. Es könnte also erneut länger dauern mit einer Entscheidung.