Hockey

Hockey-WM der Rekorde in Berlin

An den Finaltagen ist die Hallenhockey-WM in Berlin nahezu ausverkauft. Die beiden deutschen Teams gehen als Favoriten an den Start.

Alexander Otte (vorn) ist Hallenspezialist und geht bei der WM in Berlin an den Start

Alexander Otte (vorn) ist Hallenspezialist und geht bei der WM in Berlin an den Start

Foto: Hendrik Schmidt / picture alliance / dpa

Berlin.  Einen Monat ist es noch hin bis zum Auftakt der Hallenhockey-Weltmeisterschaft in Berlin. Aber schon jetzt schwärmen die Veranstalter, als stünden beide deutsche Teams im Endspiel. So oder so wird die Max-Schmeling-Halle an den Finaltagen des Turniers am 10. und 11. Februar mit gut 7100 Zuschauern ausverkauft sein. „Fast alle Karten sind weg. Wir freuen uns sehr über das riesige Interesse“, sagte Wolfgang Hillmann, Präsident des Deutschen Hockey-Bundes (DHB). Die Aufstellung eines Weltrekordes ist damit bereits sicher. Die Bestmarke für ein Hallenhockeyspiel steht seit der WM 2015 in Leipzig bei 5800 Fans.

Je zwölf Teams bei Frauen und Männern dabei

Genügend Tickets gibt es noch für den 7., 8. und 9. Februar. Je zwölf Teams bei Frauen und Männern, darunter Exoten wie Namibia oder Trinidad und Tobago, bewerben sich um die Titel. Deutschland ist jeweils Favorit, obwohl in Leipzig die Niederlande zweimal Gold entführten. Das lag auch an der Besetzung. Die Hallensaison nutzten gerade die besten Spieler oft für eine Pause, um ihr Studium voranzutreiben oder um in der indischen Profiliga viel Geld zu verdienen.

Diesmal nicht. In Berlin sind alle deutschen Stars dabei. Auch die Berliner Martin Zwicker und Martin Häner. „Es macht riesengroßen Spaß, vor solchen Kulissen zu spielen“, sagt Olympiasieger Häner. Die Atmosphäre wird speziell sein, das weiß er seit der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 2013, als die Schmeling-Halle ebenfalls gut gefüllt war. Damals schied Häner mit dem BHC im Halbfinale aus, nun soll es anders kommen: „Alles andere als der Titel wäre das falsche Ziel.“

Traum von olympischen Winterspielen ist vorbei

Zu jener Zeit war diese Endrunde Stammgast in Berlin, der damalige BHC-Präsident Michael Stiebitz träumte gar von Hallenhockey bei olympischen Winterspielen. Es blieb ein Traum, an der klassischen Feldvariante gibt es kein Vorbeikommen. Andere Nationen, besonders Niederländer, Österreicher, Tschechen und Polen, haben dennoch in die Indoorvariante investiert.

„Auch im Hallenhockey wird man nicht mal eben nebenbei Weltmeister“, sagt DHB-Sportdirektor Heino Knuf. Er nennt noch einen weiteren wichtigen Aspekt des Hallensports: „Er ist ganz wichtig für die Ausbildung unserer Talente und einer unserer Erfolgsbausteine.“ Die Attraktivität der WM hat auch der Sender Sport1 erkannt, der 15 Stunden live berichten, alle Spiele mit deutscher Beteiligung zeigen will – womit ein weiterer Rekord jetzt schon sicher ist.