Galopp

Hoppegarten lockt am 3. Oktober mit Festtagsstimmung

Die Rennsaison schließt auf der Galopprennbahn am Montag mit dem 26. Preis der Deutschen Einheit. Der Vorverkauf läuft erfreulich.

 Geht als Favorit ins Rennen am Montag: Jockey Eduardo Pedroza

Geht als Favorit ins Rennen am Montag: Jockey Eduardo Pedroza

Foto: Jörg Carstensen / picture alliance / dpa

Berlin.  Von arbeitsfrei kann für Gerhard Schöningh am Montag zwar keine Rede sein, im Gegenteil, von Feiertagsstimmung dafür aber umso mehr: Mit dem 26. Preis der Deutschen Einheit wird der Besitzer der Galopprennbahn in Hoppegarten am 3. Oktober den Abschluss des Rennjahres zelebrieren. „Das“, sagt Schöningh, „ist kein Tag wie jeder andere“ – schließlich hat das besondere Turfereignis seit 1991 einen fest eingemeißelten Platz im Rennkalender, eben am 3. Oktober.

Sportlich mag es für die Fachpuristen wichtigere Prüfungen geben, höher dotierte und besser besetzte. Fakt ist aber auch: Der Preis der Deutschen Einheit ist „das einzige nationale Sportereignis, das ausdrücklich die deutsche Einheit feiert“, betont Schöningh. Die Zuschauer scheinen sich jedenfalls genauso auf das Event zu freuen wie der Rennbahnchef. Der Vorverkauf lag 50 Prozent über dem des Vorjahres.

„Wir haben kleinere, mittlere und auch ein paar große Schritte in unserer Entwicklung gemacht“, sagt Schöningh. Vermeintliche Konkurrenten hätten erkannt, dass Hoppegarten eine tolle Anlage mit Potenzial ist und ihre Abstinenz aufgegeben. „Der Preis der Deutschen Einheit“, sagt Schöningh, „ist dafür so etwas wie ein Königsbeweis.“ Kult eben.

Neun Pferde rennen um 45.000 Euro Siegprämie

Neun Pferde werden im Hauptrennen der acht Tagesprüfungen antreten. Großer Favorit auf die 45.000 Euro Siegprämie (Gesamtdotierung 75.000 Euro) in dem Europa-Gruppe-III-Rennen ist der dreijährige Wai Key Star mit Publikumsliebling Eduardo Pedroza (42) im Sattel, der mit 18:10-Siegquote in der Vorwette weit vor der Konkurrenz lag.

Auch im Derby Anfang Juli in Hamburg galt er als Favorit und führte lange, ehe ihm das durch Dauerregen aufgeweichte Geläuf im Finish zum Verhängnis wurde. Beim Preis der Deutschen Einheit strebt er nun seinem fünften Sieg entgegen.

Ganz gleich, wie der Sieger am Ende heißt: Für Schöningh darf das Jahr 2016 schon vor den letzten Huf-Stakkati als Erfolg gelten. Die Fortschritte in der Vermarktung werden sich auch am Montag zeigen. Erstmals am Tag der Deutschen Einheit wurde für jedes Rennen ein Partner gefunden. Übrigens: Der Starttermin der Turfsaison 2017 steht schon fest. Ab dem 2. April heißt es wieder: auf die Pferde, fertig, los!