Großer Preis von Berlin

Pedroza und Protectionist als Traum-Duo in Hoppegarten

Der Galopp-Jockey hofft beim Grand Prix von Berlin auf den ersten Erfolg seit 13 Jahren. Sein Pferd gibt viel Anlass zur Hoffnung.

Favorit: Jockey Eduardo Pedroza (l.) mit Protectionist

Favorit: Jockey Eduardo Pedroza (l.) mit Protectionist

Foto: Revierfoto / picture alliance / dpa

Berlin.  Zum zweiten Mal nach 2015 ist das Grand Prix Festival Meeting der Galopper in Hoppegarten ein Zwei-Tage-Event. Und: eines mit Rennsport der Extraklasse, allem voran dem mit 175.000 Euro dotierten 126. Großen Preis von Berlin am Sonntag (16.40 Uhr). Aber auch die zehn Rennen am Sonnabend mit dem Jubiläumspreis des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises (27.000 Euro Gesamtdotierung) und dem Finale des neu initiierten Match Race Cups, in dem sich nur jeweils zwei Wettbewerber auf der legendären Geraden vor der Haupttribüne duellieren, versprechen Hochspannung.

Ein attraktives Angebot, mit dem sich Rennbahn-Besitzer Gerhard Schöningh nicht hinter der olympischen TV-Konkurrenz verstecken braucht. „Wir wollen und werden uns als eigenständige Marke präsentieren“, sagt Schöningh. Dass erstmals alle 18 Rennen des Grand Prix im Firmenkundengeschäft ausverkauft sind, wertet er als „einen Baustein in der Aufwärtsentwicklung Hoppegartens“.

Hengst Protectionist als „echter Weltstar“

Mit dem sechs Jahre alten Hengst Protectionist – trainiert von Andreas Wöhler (Gütersloh) und geritten von Publikumsliebling Eduardo Pedroza – konnte Schöningh „einen echten Weltstar“ nach Hoppegarten locken. 2014 hatte der Vierbeiner als erstes deutsches Pferd den Melbourne Cup (MC) gewonnen.

Nach einem verkorksten Jahr 2015 soll Protectionist mit einem Erfolg beim Großen Preis von Berlin nochmal Kurs auf einen MC-Start im November nehmen. Mit Siegen im Juni in Düsseldorf und Juli in Hamburg (Großer Hansa-Preis) hat der Hengst eindrucksvoll bestätigt, dass der behutsame Aufbau unter Wöhler Früchte getragen hat. Alles andere als ein Sieg des Top-Favoriten im Großen Preis wäre eine Sensation.

Spannendes Südamerika-Duell

Jockey Pedroza (42) gibt sich zuversichtlich. Er will den Großen Preis von Berlin erstmals seit 2003 wieder gewinnen. „Nach 13 Jahren wäre ein Sieg in diesem Rennen mal wieder fällig“, meint der Panamaer. „Ich reite unheimlich gern in Berlin. Die Bahn, das Publikum, die Atmosphäre sind einfach besonders.“

Bedingungen, die nicht nur im Großen Preis spüren möchte. Auch im Match Race-Cup-Finale am Sonnabend wird Pedroza mit dem in Hoppegarten bei Trainer Uwe Stech stationierten Jackobo vertreten sein. Dann kommt es zum Südamerika-Reiter-Duell gegen den vom Brasilianer Francisco Franco Da Silva gerittenen El Zagal aus Hannover.