Hockey

Nationalspieler Arnold geht in die Zweite Liga

Pilt Arnold hat sich Blau-Weiss angeschlossen, um Sport und Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. Mit Olympia hat er abgeschlossen.

Pilt Arnold spielt ab sofort für den Zweitligisten TC Blau-Weiss

Pilt Arnold spielt ab sofort für den Zweitligisten TC Blau-Weiss

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin.  Sein letztes Spiel war das Finale um die deutsche Meisterschaft. Sein nächstes wird nun ein Zweitligaspiel sein. Hockey-Nationalspieler Pilt Arnold hat sich überraschend dem TC Blau-Weiss Berlin angeschlossen, der gerade aus der Bundesliga abgestiegen ist. „Aus privaten Gründen“, so der 28-Jährige.

Seine Freundin und seine ganze Familie leben hier, daher habe er sich nach einer Saison beim UHC Hamburg für eine Rückkehr in die Hauptstadt entschieden, um hier sein Rechtsreferendariat zu machen. „Ich habe nach dem besten Paket für mich gesucht und mich dann für Blau-Weiss entschieden“, sagt Arnold.

Mit dem TuS Lichterfelde, der erstmals aufgestiegen ist, und dem Berliner HC, für den er vor seinem Wechsel nach Hamburg gespielt hatte, hätte es in der Stadt auch Erstliga-Alternativen gegeben. Arnold wählte dennoch den Weg zu Blau-Weiss, weil sich seine Ausbildung dort am besten mit dem Sport vereinbaren lässt.

Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg

„Das wird eine sportlich interessante Aufgabe“, ist er sich sicher. Ziel sei der sofortige Wiederaufstieg. „Blau-Weiss hat ein junges, entwicklungsfähiges Team, da kann ich mich gut einbringen“, sagt Pilt Arnold. Zusammen mit den beiden Junioren-Nationalspielern Paul Dösch und Thies Prinz soll er die Mannschaft führen. „Die beiden profitieren sicher auch davon, dass sie jetzt noch jemand Erfahreneren an die Seite gestellt bekommen.“

Vor einem Jahr war er nach Hamburg zum Uhlenhorster Hockey-Club gegangen, um sich endlich seinen olympischen Traum zu erfüllen, nachdem er 2012 kurz vor dem Turnier in London noch aus dem Aufgebot gestrichen worden war. Der Wechsel zum UHC sollte den entscheidenden Leistungsschub bringen. „Man merkt doch, dass Hockey in Hamburg einen höheren Stellenwert hat als in Berlin“, sagt er. „Dort spielen viel mehr Kinder Hockey, während sich der Sport in Berlin eigentlich fast nur im Südwesten abspielt.“

Doch der Einsatz blieb unbelohnt: Im Juni verlor der UHC Hamburg das Endspiel um den Titel in dramatischer Weise nach Penaltyschießen gegen Rot-Weiß Köln. Und wie schon vor vier Jahren wurde Pilt Arnold anschließend für Olympia nicht berücksichtigt. „Ich bin natürlich enttäuscht, aber das muss man als Sportler hinnehmen. Nicht alle Träume erfüllen sich“, sagt der 113-fache Nationalspieler. Das Thema Olympische Spiele hat sich damit für ihn erledigt, „noch einmal vier Jahre mache ich das nicht mehr auf dem Niveau.“

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