Basketball

Berlin erlebt die größte Streetball-Turnierserie an Schulen

Mittwoch und Donnerstag finden im Horst-Dohm-Eisstadion die School Finals statt. Rund 200 Teams haben für die Endrunde gemeldet.


Sportliches Kräftemessen: Die School Finals an den Berliner Schulen

Sportliches Kräftemessen: Die School Finals an den Berliner Schulen

Foto: JÖRG KRAUTHÖFER

Berlin.  – Die Zeit seit seiner Pensionierung Ende 2014 hat er sichtlich genossen. Endlich hat Mathias Ramsauer mehr Zeit für seine Familie. Dass der ehemalige Schulleiter eines seiner Lieblingskinder besonders bevorzugt, wenn der Sommer naht, ist nur allzu verständlich. Schließlich sind ihm die School Finals Berlin, Deutschlands größte Streetball-Turnierserie für Schulen, besonders ans Herz gewachsen, seit er sie 1993 aus der Taufe gehoben hat.

Wobei der Begriff Turnierserie inzwischen seine Gültigkeit verloren hat. Denn die School Finals, die auch von der Berliner Morgenpost wieder unterstützt werden, mussten abspecken, um wieder wachsen zu können.

Bereits 2014 fanden letztmalig die Vorrunden in den Bezirken statt, in denen sich die Teams für das große Endturnier im Wilmersdorfer Horst-Dohm-Eisstadion qualifizieren konnten.

Riesiges Interesse an den Grundschulen

Am Mittwoch (Grundschulen) und Donnerstag (Oberschulen) steigen nun ab jeweils 9 Uhr an traditioneller Stelle in Wilmersdorf wie schon im Vorjahr zwei große Turniere, für die sich die Teams anmelden konnten. Mit der Besonderheit, dass aus dem Pilotprojekt, auch Schulen aus Brandenburg zuzulassen, eine ständige Einrichtung wird.

„Deshalb haben wir die Turniere auch in School Finals Berlin Brandenburg umbenannt, um das auch zu dokumentieren“, sagt Ramsauer. Gingen im Vorjahr nur sechs Teams aus Brandenburg an den Start, so sind es dieses Jahr schon gut 20. Tendenz steigend.

Veranstaltet werden die School Finals vom Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Und vor allem an den Grundschulen ist das Interesse weiter riesig, wie gut 100 Anmeldungen zeigen. Beim Oberschulen-Turnier werden weit weniger als 100 Teams an den Start gehen. Insgesamt haben rund 200 Teams für die School Finals gemeldet.

Nächstes Jahr wird zwischen Himmelfahrt und Pfingsten gespielt

Ramsauer hat dafür gleich zwei Erklärungen. „Zum einen vermisst Berlin die Vorrunden schon. Viele Schulen haben Angst, aus ihren Bezirken rauszugehen. Und dann habe ich das Gefühl, dass fast ganz Berlin auf Klassenfahrt ist“, erklärt „Mr. Streetball“.

Weshalb Ramsauer für 2017 plant, angesichts von Kirchentag und Turnfest in Berlin im nächsten Jahr mit den School Finals in die Schulsportwoche zu gehen, die zwischen Himmelfahrt und Pfingsten stattfinden soll. Für sein Lieblingskind tut Ramsauer eben alles.