Wasserball

Wasserfreunde Spandau holen sich den 35. Meistertitel

Mit einem 11:7 gegen Dauerkontrahent ASC Duisburg sicherten sich die Wasserballer bereits im dritten Finalspiel den Titel.

So sehen Sieger aus: Spandaus Wasserballer

So sehen Sieger aus: Spandaus Wasserballer

Foto: Jürgen Engler

Berlin.  Wenn Wasserballer feiern, dann passiert das erst nass von außen und später von innen. So war es auch am Sonntag bei den Wasserfreunden Spandau 04.

Als um 16:52 Uhr der dritte Sieg in der „Best of five“-Finalserie um die Deutsche Meisterschaft mit dem 11:7 (4:5) gegen Dauerkontrahent ASC Duisburg, dem die Berliner seit 2003 mit Ausnahme von 2006 (da ging es gegen den SV Cannstatt) zum 13. Mal im Endspiel gegenüberstanden, perfekt war, wurde zunächst mit Inbrunst die obligatorische „Bombe“ ins Becken der Schwimmhalle in Schöneberg vollzogen – und dem Zeremoniell entging kaum einer, der irgendwie mit dem 35. Titelgewinn der Spandauer zu tun hatte.

Dass dann am Abend die traditionelle Innenbewässerung im Vereinsheim „Alfred’s“ am Olympiastadion gleichfalls ein Highlight wurde, war quasi selbstverständlich. „Wasserball macht nicht nur die schönsten Männerkörper, sondern Wasserballer können auch am besten feiern“, tat Präsident Hagen Stamm kund.

National in allen Saisonspielen ohne Niederlage

Wie verdient der Meistertitel für die Hauptstädter ist, unterstreicht vor allem die Tatsache, dass sie national in allen Saisonspielen in Supercup, Pokal und Meisterschaft (ein 5:5 in Hannover war der einzige Punktverlust) ohne Niederlage geblieben sind. „Clean season“, saubere Saison, nennt man so etwas in der Fachsprache. Das bedeutete wie im Vorjahr das Triple für die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic.

Dass er seinen Vertrag gerade um drei Jahre verlängerte, ist für Stamm und Manager Peter Röhle Weichenstellung für die Zukunft, in der man auch international wieder Anschluss finden möchte. Zwar hat Spandau in der abgelaufenen Saison von zehn Champions-League-Spielen keines gewonnen, aber dank fünf Remis im dritten Jahr in der Königsklasse auch so viele wie noch nie nicht verloren.

„Da wollen wir weitermachen“, kündigte die Führungscrew motiviert an. Die drei Finalspiele – 10:9 und zweimal 11:7 – waren hart umkämpft und alles andere als ein Geschenk. „Der Titel am Ende war verdient. Wir werden nicht nachlassen und mit gleichem Ehrgeiz und Motivation weitermachen“, versprach Hagen Stamm.