Volleyball

Volleyballerinnen aus Köpenick wollen Geschichte schreiben

Erstmals soll es für den KSC ins Play-off gehen, dabei helfen neue Strukturen, eine stabile Leistung und der 1. FC Union Berlin.

Außenangreiferin Dominice Steffen will mit dem Köpenicker SC zum ersten Mal das Play-off um die Meisterschaft erreichen

Außenangreiferin Dominice Steffen will mit dem Köpenicker SC zum ersten Mal das Play-off um die Meisterschaft erreichen

Foto: Robin Rudel / picture alliance / Pressefoto Ru

BERLIN.  Seit Jahren gibt der Köpenicker Sport Club das Ziel aus, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Play-off um die Meisterschaft der Volleyball-Bundesliga zu erreichen. Immer wieder scheiterte das Team aber im Pre-Play-off und schien ein Abo auf den neunten Tabellenplatz zu haben. Diese Saison startete man zum ersten Mal ohne Zielsetzung in die Saison, prompt stehen die Chancen so gut wie nie, das bislang Unmögliche möglich zu machen.

Verkehrte Vorzeichen beim Aufeinandertreffen mit Hamburg

Am Mittwoch trifft der KSC im ersten von maximal drei Spielen auf den VT Aurubis Hamburg (19 Uhr, Sporthalle Hämmerlingstraße). Waren es in der vergangenen Spielzeit die Köpenickerinnen, die sowohl sportlich als auch wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit auf einem Abstiegsplatz gelandet waren, bangt nun Hamburg um das Weiterbestehen, da Hauptsponsor Aurubis das Ende seines Engagements im professionellen Sport angekündigt hat. Der Anteil des Kupferkonzerns am Gesamtetat beträgt derzeit mehr als 80 Prozent. „Uns fehlen etwa 500.000 Euro“, sagt Hamburgs Präsident Horst Lüders.

So hoch ist beim KSC nicht einmal der gesamte Etat. Der beläuft sich mit Hilfe von 25 Sponsoren momentan auf 400.000 Euro. Dafür hat Köpenick mit einer neuen Spielbetriebs GmbH, Björn Matthes als Cheftrainer und Florian Völker als Trainer der zweiten Damen und Nachwuchskoordinator neue Strukturen geschaffen. „Außerdem haben wir eine große Netzwerkunterstützung durch den 1. FC Union, die wir hoffentlich noch ausbauen können“, sagt Jochen Peters, Inhaber der Spielbetriebs GmbH.

Köpenick wünscht sich eine Kooperation mit den BR Volleys

Der Fußball-Zweitligist, der sich mit den Volleyballerinnen die Halle auf dem Gelände der Alten Försterei teilt, hat großes Interesse daran, dass der Klub weiterbesteht. „Es macht einfach Spaß zu sehen, wie dort mit geringen Mitteln sehr erfolgreich gearbeitet wird“, sagt Union-Präsident Dirk Zingler. „Unsere Zusammenarbeit reicht von direkten Absprachen bei der Hallennutzung über organisatorische Hilfe bis hin zum Kartenverkauf in unserem Ticketoffice. Es ist ein schönes Beispiel von guter Nachbarschaft.“ Im Volleyball gibt es eine derartige Zusammenarbeit derzeit noch nicht: „Ich würde mir eine Kooperation mit den BR Volleys wünschen, und dass wir vielleicht mal in der Max-Schmeling-Halle spielen, aber das ist Zukunftsmusik“, sagt Peters. Jetzt liegt der Fokus erst einmal auf dem Pre-Play-off.