Doping

Claudia Pechstein: „Dieser Wahnsinn kotzt mich an“

Die Berliner Eisschnellläuferin wurde am Sonnabend zweimal auf Doping kontrolliert. Jetzt kündigt sie auf Facebook Strafanzeige an.

Claudia Pechstein will sich zukünftig gegen Dopingkontrollen wehren

Claudia Pechstein will sich zukünftig gegen Dopingkontrollen wehren

Foto: WEREK / picture-alliance / ASA

Berlin.  Beim Kampf gegen ihre ungerechtfertigte Dopingsperre und um möglichen Schadenersatz ist Claudia Pechstein, 43, mittlerweile am Bundesgerichtshof angekommen – und ein für die Berlinerin versöhnliches Ende scheint in Sicht - denn dass ihre Blutwerte auf einer vererbten Anomalie beruhen, ist längst bewiesen.

Nebenher ist Deutschlands erfolgreichste Eisschnellläuferin immer noch sportlich aktiv, doch Freude ist ihr dabei offenbar nicht immer vergönnt. Am Sonnabend wurde Pechstein zweimal von Dopingkontrolleuren der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) aufgesucht.

Pechstein: „Menschenverachtende Behandlung“

Um 6.28 Uhr gab es ein Blutabnahme bei ihr daheim, dann fuhr der Kontrolleur mit ihr im Auto zum Training und nahm noch eine Urinprobe vor. Am Sonnabendabend um 21.10 klingelte dann schon wieder ein Nada-Kontrolleur.

„Dieser Wahnsinn kotzt mich an“, schrieb Pechstein noch am selben Abend bei Facebook und beklagte „ständige Nötigungen“ und „schwerwiegende Eingriffe in meine Persönlichkeitsrechte“. Sie lasse sich aber „nicht brechen“ und habe beschlossen, bis Olympia 2018 ihren Sport zu betreiben, selbst wenn es bis dahin zum 1000. Test kommt (bisher sind 650 in ihrer Karriere).

Allerdings kündigte Pechstein an: „Ab jetzt werde ich bei jeder weiteren Kontrolle Strafanzeige erstatten. Mögen die Gerichte entscheiden, ob sich Deutschlands Sportler so eine unwürdige und menschenverachtende Behandlung gefallen lassen müssen.“