Demnächst im Kino

Cristiano Ronaldo – vom Stadion auf die Leinwand

Der Welt-Fußballer erobert die Kinos. Am 9. November kommt „Ronaldo“ in die Filmtheater. Den Trailer hat er jetzt ins Netz gestellt.

Cristiano Ronaldo in Siegerpose – so kennt man ihn im Stadion. Und so wird man ihn auch auf der Leinwand sehen. Aber nicht nur

Cristiano Ronaldo in Siegerpose – so kennt man ihn im Stadion. Und so wird man ihn auch auf der Leinwand sehen. Aber nicht nur

Foto: JUAN MEDINA / REUTERS

Pompöse Musik, jubelnde Fans, eine traurige Mutter - und dazwischen ein fröhlicher Cristiano Ronaldo unter Freunden. „Ich der beste Fußballer? - Bis Januar“ - und lacht. So sieht er also aus, der Trailer zum Kino-Film „Ronaldo“, den der Weltfußballer des Jahres 2015 (ein Titel, den er im Januar 2016 verteidigen will) auf Twitter gerade ins Netz gestellt hat.

Regisseur des Films ist Anthony Wonke, ein Brite, der bisher Kriegsdokumentationen drehte („Syria: Children on the Frontline“). Ausführende Produzenten sind Asif Kapadia und James Gay-Rees, die vom Formel-1-Idol („Senna“) bis zum Popstar („Amy“) bisher Vorlieben für tragische Berühmtheiten pflegten.

Weniger kriegerisch als einnehmend, weniger tragisch denn pompös ist aber nun die Dokumentation „Ronaldo“, für die das Film-Team den Weltstar 14 Monate begleitete und dabei angeblich „ungehinderten Zugang zum inneren Zirkel“ erhielt.

Mit dem Sohn auf dem Rücken

Nimmt man den zweiminütigen Trailer als Maßstab, scheint es sich um ein Epos zu handeln, das den Weltstar von seiner menschlichen Seite zeigen will. „Das Wichtigste für mich sind Freunde und Familie, sagt da „CR7“, und man sieht, wie er mit seinem kleinen Sohn auf dem Rücken durch das Wohnzimmer krabbelt.

Wie seine Mútter mit trauriger Stimme sagt, wie sie ihn im Alter von 12 Jahren ins Sportinternat von Sporting Lissabon geschickt hat („Ich fühlte mich, als ob ich ihn verstoßen habe“).

Und wie er sich selbst sieht: Platitüden hier („Die einen lieben mich, die anderen hassen mich“) und schöne Bilder dort: Unter der Dusche, im Kabinengang, auf dem Rasen, im Bus, vor den Kameras, stets im Blitzlicht. „Cristiano, Cristiano, Cristiano“.

„Ronaldo“, das ist schon jetzt klar, wird ein weiterer Baustein im Kunstwerk Cristiano Ronaldo sein.

Selbstironischer Star, fürsorglicher Papa

Zwischen Werbeikone und Wachsfigur; zwischen dem Fußballstar, der ein syrisches Flüchtlingskind an die Hand nimmt, und dem Sohn, der sich seiner bescheidenen Wurzeln auf Madeira besinnt, ist noch Platz für einen Mann, der sich auf großer Leinwand als selbstironischer Star und fürsorglicher Papa inszeniert.

„Papa, später will ich Torwart werden“ sagt sein Sohn. „Machst Du Witze?“, fragt „CR7“ zurück. Nein, alles genauso gewollt.

Ab 9. November weltweit. Allerdings: Wo und in welchem Umfang der Film in Deutschland läuft, ist noch nicht bekannt.