American Football

Berlin Adler verpassen erneut das Finale im eigenen Stadion

Aus der Traum vom German Bowl: Das Team der Berlin Adler ist im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im American Football gescheitert. Die Berliner unterlagen bei den Dresden Monarchs mit 21:32.

Foto: Michael Hundt / Berlin Adler

Der Traum von der Teilnahme am German Bowl im eigenen Stadion bleibt ein weiteres Mal unerfüllt. Die Berlin Adler verloren ihr Halbfinale bei den Dresden Monarchs mit 21:32 (0:6, 14:13, 0:6, 7:7) und dürfen am 12. Oktober im Berliner Jahnstadion nur zuschauen, wenn der 35. Deutsche Meister im American Football ermittelt wird. Die Sachsen müssen noch bis zum 3. Oktober auf ihren Kontrahenten warten; dann treffen die New Yorker Lions Braunschweig im zweiten Vorschlussrundenspiel auf die Kiel Baltic Hurricanes.

Schnell mit 0:13 in Rückstand

Die Hoffnungen der Berliner waren groß gewesen, nachdem sie im Viertelfinale überraschend Titelverteidiger Schwäbisch-Hall Unicorns mit 42:13 förmlich aus deren eigenen Stadion gefegt hatten. Und die Bilanz gegen Dresden war durchaus viel versprechend, hatten die Adler doch gegen die Monarchs in der Punkterunde einmal gewonnen und einmal verloren. Aber der Heimvorteil wog schwer für die Gastgeber, die den viel besseren Start hatten und schon zu Beginn des zweiten Viertels mit 13:0 in Führung gingen.

Allerdings kämpften die Adler, kamen durch Quarterback Kevin Ramay zunächst auf 7:13, später durch Danilo Naranjo-Gonzales auf 14:19 heran. Beide Teams lieferten sich eine Partie auf Augenhöhe, bei dem die Monarchs vor allem über den Amerikaner Trevar Deed und seinen extra zum Play-off verpflichteten Landsmann Emmanuel Moody immer wieder per Laufspielzügen zu Raumgewinnen kamen. Die Berliner dagegen setzten mehr auf das Passspiel ihres Quarterbacks Ramay. Dumm nur, dass den Adler-Receivern zu oft gute Pässe aus den Händen glitten.

Berliner Naranjo-Gonzales markiert zwei Touchdowns

So kamen sie nicht mehr in Reichweite eines Sieges, der Touchdown von Naranjo-Gonzales zum 21:32 kam zu spät, um dem Spiel noch die Wende zu geben. Und so scheiterten die Adler wie im Vorjahr knapp vor ihrem Ziel, endlich beim Endspiel in Berlin dabei zu sein.