Schwimmen

Berlinerin Schulte gewinnt in Montreal ihren 15. WM-Titel

Die Bedingungen vor dem Start waren für Daniela Schulte alles andere als optimal. Das Knie machte der 31-jährigen Behindertensportlerin zu schaffen. Dennoch zeigte sie über 400 m Freistil erneut ihre Klasse.

Foto: Charles Laberge / AFP

Die dreimalige Paralympics-Siegerin Daniela Schulte hat bei den Schwimm-Weltmeisterschaften der Behindertensportler in Montreal Gold über 400 Meter Freistil gewonnen. Die blinde Athletin aus Berlin verwies in ihrer Startklasse S11 in 5:25,24 Minuten Mary Fisher aus Neuseeland auf den zweiten Platz.

Damit feierte die 31-Jährige ihren 15. WM-Titel. Zuvor hatte Schulte Silber über 100 Meter Rücken gewonnen, wo sie sich Fisher knapp hatte geschlagen geben müssen. Nach drei Wettkampftagen haben die deutschen Schwimmer dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze gewonnen.

„Es waren heute unangenehme Bedingungen vor dem Start. Ich stand in einem Windzug und habe mein verletztes Knie noch stärker gespürt als sonst. Jetzt bin ich glücklich, dass die Operation Titelverteidigung geklappt hat. Die Bilanz mit je einmal Gold und Silber sowie einem vierten Platz ist klasse“ sagte Schulte in Kanada.

Wowereit gratuliert und lobt Schultes Entschlossenheit

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), gratulierte bereits, obwohl für Schulte noch zwei weitere WM-Start anstehen: „Persönlichkeiten wie Daniela Schulte zeigen uns allen, was Entschlossenheit, Willenskraft und Fleiß möglich machen. Sie ist eine herausragende Sportlerin von Weltrang.“

Die zweifache Mutter hatte im Alter von neun Jahren durch einen Gendefekt ihre Sehkraft verloren.