Hockey

Zippel trainiert die Bundesliga-Männer beim Berliner HC

Seit 14 Jahren ist Sebastian Zippel Trainer beim Berliner HC, wo er zuletzt für die zweite Männermannschaft und den Nachwuchs zuständig war. Nun übernimmt der 32-Jährige die Bundesliga-Männer des Klubs.

Foto: Oliver Mehlis / pa/dpa

Hockey-Bundesligist Berliner HC hat einen neuen Trainer für sein Männerteam gefunden. Der 32-jährige Sebastian Zippel wird Nachfolger von Friedel Stupp, der im vergangenen Mai nach sechseinhalb Jahren seinen Posten aufgegeben hatte und inzwischen zu den Zehlendorfer Wespen gewechselt ist. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe, die ich als große Herausforderung begreife“, sagte Zippel, „die Truppe ist klasse, und ich bin mir sicher, dass wir in der kommenden Saison wieder Spitzenhockey zeigen werden.“ 2012 war die Mannschaft Deutscher Meister auf dem Feld geworden, in der folgenden Spielzeit in der European Hockey League angetreten.

Am Dienstagabend trainierte Zippel zum ersten Mal gemeinsam mit seinem neuen Team und sah dabei viele bekannte Gesichter. Denn der gelernte Versicherungskaufmann ist ein BHC-Urgestein, spielte eine Saison selbst in der Bundesliga. Doch vor allem ist er schon seit 14 Jahren als Trainer im Klub unterwegs, coacht seit 2004 die zweite Männermannschaft in der Regionalliga und führte die Junioren des Vereins zu mehreren Meistertiteln. Richard Braun, Kevin Lim, Tom Braun oder Jonas Gomoll etwa, die aktuell zum Stamm des Bundesliga-Kaders gehören, kennt er bereits seit Jahren und hat sie durch den BHC-Nachwuchs begleitet. „Ich bin einer aus der BHC-Familie“, sagte Zippel. Sein Vater Herwart ist seit 40 Jahren im Verein und hat auch schon einmal für kurze Zeit die Bundesliga-Frauen trainiert.

Auch deshalb ist Michael Stiebitz zuversichtlich, eine gute Lösung gefunden zu haben. „Sebastian hat eine hohe Fachkompetenz“, sagte der BHC-Präsident, „ich bin mir hundertprozentig sicher, dass er der Richtige ist.“ Besonders aber freue er sich, die wichtige Position eines Bundesligatrainers aus eigenen Reihen zu besetzen „und dadurch erneut unsere Vereinsphilosophie unterstreichen zu können“. Gleichzeitig hat der Klub, der nicht über finanzielle Möglichkeiten wie die Bundesliga-Konkurrenz aus Hamburg, Köln oder Mannheim verfügt, eine bezahlbare Lösung gefunden. Am 7. September beginnt für den BHC die neue Saison mit dem Spiel beim Gladbacher HTC.