Volleyball

SCC Berlin schmettert sich in die Krise

Platz fünf nach der Hinrunde, zuvor bereits im Pokal-Viertelfinale gescheitert: Bei den ambitionierten Bundesliga-Volleyballern des SCC Berlin ist Ernüchterung eingekehrt. „Das ist eine junge Mannschaft. Meine Spieler machen noch Fehler im Moment, oft ein oder zwei zu viel. Sie lernen noch", sagte Trainer Andrej Urnaut nach dem 1:3 daheim gegen Vizemeister Generali Haching. Es war bereits die vierte Niederlage im elften Saisonspiel.

SCC-Manager Kaweh Niroomand bangt nun darum, in der Normalrunde noch unter die ersten Vier zu kommen. „Alle außer Jaroslav Skach und unserem Jüngsten, Ricardo Galandi, haben doch die Hosen voll gehabt“, schimpfte Niroomand nach dem Haching-Spiel. Es gibt auch andere Gründe für das mäßige Abschneiden bisher. Diagonalangreifer Aleksandar Spirovski hat nach siebenmonatiger Verletzungspause Anpassungsprobleme. Beim nachverpflichteten bulgarischen Blocker Krasimir Gaydarski dauert die Integration noch an. Niroomand bemängelt insgesamt fehlende Konstanz: „Unsere Mannschaft kommt immer gleich völlig aus dem Rhythmus, wenn sie mal unter Druck gerät.“

Die Krise trifft den SCC ausgerechnet während eines ungewohnt guten Zuschauerandrangs. Obwohl auch wenig namhafte Gegner wie der Bühl oder VC Franken in Berlin aufkreuzten, sahen rund 13.000 Fans die fünf Heimspiele der Hinrunde. Das sind 2600 im Durchschnitt. In der vorigen Saison war Meister Friedrichshafen mit 2482 Zuschauern pro Heimspiel der größte Publikumsmagnet.

„Wir machen im Moment Fehler, die einfach nicht passieren dürfen. Aber wir wissen auch: Wir können Volleyball spielen“, sagt SCC-Profi Sebastian Fuchs. Die Rückrunde beginnt für den SCC am 10. Januar daheim gegen Düren.