Fußball

Turbine Potsdam will deutscher Meister werden

Da mag Hertha noch so schlecht dastehen. Eine andere Mannschaft aus der Region tröstet Berliner und Brandenburger Fußballfreunde: die Bundesliga-Damenmannschaft von Turbine Potsdam. Sie strebt erneut der Deutschen Meisterschaft entgegen.

Foto: dpa / dpa/DPA

Der deutsche Frauen-Fußball-Meister Turbine Potsdam strebt unaufhaltsam der Titelverteidigung entgegen. Der Bundesliga-Spitzenreiter gewann am Mittwoch 2:0 (2:0) gegen den letztjährigen Vizemeister Bayern München und hat vier Spieltage vor Schluss acht Punkte Vorsprung auf Verfolger FCR Duisburg.

„Das war für uns ein entscheidender Schritt Richtung Meisterschaft“, sagte Trainer Bernd Schröder. „73:12 in Tore in 18 Spielen sind absoluter Wahnsinn. Damit hat meine Mannschaft den besten Sturm und die beste Abwehr, darauf kann man stolz sein.“ Schröder hofft, dass seine Schützlinge am Sonntag im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Duisburg an die Leistung anknüpfen können. Das Turbine-Team will in Potsdam das 0:1 vom vorigen Sonntag noch korrigieren. Auch im DFB-Pokal-Halbfinale hatte es davor ein 0:1 beim Erzrivalen gegeben.

In der Liga bleiben die Brandenburgerinnen dagegen ungeschlagen. Nadine Keßler (9.) und Fatmire Bajramaj (30.) waren schon vor der Pause erfolgreich, Nationalspielerin Bajramaj hatte zudem Pech mit einem Schuss ans Lattenkreuz. „Wir haben gezeigt, dass wir es noch können“, sagte Kapitän Jennifer Zietz.

Für die Partie waren die Potsdamerinnen nach Ludwigsfelde ausgewichen, um den Rasen im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion für das Champions-League-Spiel zu schonen. Keßlers Einsatz ist dann allerdings fraglich, die Torschützin kam wegen einer Verletzung am Sprunggelenk zur zweiten Halbzeit nicht wieder.