Schwimmen

Märtens bewundert Biedermann: Rennen «zehnmal angeschaut»

Peilt bei der EM in Rom Medaillenerfolge an: Lukas Märtens.

Peilt bei der EM in Rom Medaillenerfolge an: Lukas Märtens.

Foto: Andreas Gora/dpa

Rom. Als Paul Biedermann bei der WM in Rom 2009 seine noch heute gültigen Schwimm-Weltrekorde aufstellte, war Lukas Märtens gerade mal sieben Jahre alt.

Die Rennen des früheren Ausnahme-Athleten kennt der Magdeburger aber trotzdem in- und auswendig. «Ich habe es mir bestimmt zehnmal auf Youtube angeschaut», sagte der 20-Jährige bei der EM im altehrwürdigen Stadio del Nuoto in der italienischen Hauptstadt. «Wenn ich das irgendwann mal so nachmachen könnte, wäre das natürlich super.»

Märtens hat sich unter anderem Biedermanns Weltrekord über 400 Meter Freistil als Ziel gesetzt. Die Marke steht bei 3:40,07 Minuten. Im April hatte Märtens nach starken 3:41,60 Minuten angeschlagen und kurz darauf bei den Weltmeisterschaften in Budapest die Silbermedaille (3:42,85) gewonnen. Märtens steht an diesem Samstag im EM-Finale über 800 Meter Freistil und zählt auch dort zu den Medaillenkandidaten.

Freistilexperte Biedermann hatte 2009 die WM-Titel über 200 und 400 Meter jeweils in Weltrekordzeit gewonnen. Im 200-Meter-Rennen hatte er US-Schwimmlegende Michael Phelps auf Platz zwei verwiesen.