Ukraine-Krieg

Russische Clubs vom Tischtennis-Europacup ausgeschlossen

Der europäische Tischtennis-Verband ETTU hat alle russischen und belarussischen Clubs von den Europapokal-Wettbewerben der nächsten Saison ausgeschlossen.

Der europäische Tischtennis-Verband ETTU hat alle russischen und belarussischen Clubs von den Europapokal-Wettbewerben der nächsten Saison ausgeschlossen.

Foto: picture alliance / Roland Weihrauch/dpa

Hannover. Der europäische Tischtennis-Verband ETTU hat alle russischen und belarussischen Clubs von den Europapokal-Wettbewerben der nächsten Saison ausgeschlossen. Das gab die ETTU nach einer Sitzung ihres Führungsgremiums bekannt.

Diese Entscheidung sei nötig, «um die Sicherheit aller Teilnehmer zu schützen und die Integrität der europäischen Clubwettbewerbe zu wahren», heißt es in der Mitteilung des Verbands.

Nach eigenen Angaben hatte die ETTU zuvor eine Umfrage unter allen Champions-League- und Europe-Cup-Teilnehmern der vergangenen Saison durchgeführt. Eine große Mehrheit der Clubs sei demnach nicht bereit, wegen des Angriffs auf die Ukraine noch gegen ein russisches und belarussisches Team anzutreten. «Eine große Anzahl der Clubs», so die ETTU, würde die Europapokal-Wettbewerbe sogar boykottieren, falls Gegner aus diesen beiden Ländern daran teilnehmen dürften.

Unabhängig von diesem Beschluss steht die Entscheidung über den Ausgang der abgelaufenen Champions-League-Saison immer noch aus. Als Reaktion auf Russlands Angriff auf die Ukraine hatte die ETTU bereits im März alle russischen und belarussischen Teams von den laufenden internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Da davon auch die beiden Champions-League-Halbfinalisten aus Orenburg und Jekaterinburg betroffen waren, wurde Titelverteidiger Borussia Düsseldorf nach seinem Semifinal-Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken zum Champions-League-Sieger erklärt. Beide russischen Clubs und der russische Verband legten gegen diese Entscheidung Einspruch ein und bekamen zumindest teilweise Recht. Danach beantragte wiederum die ETTU, das Urteil ihres eigenen Sportgerichts zu überprüfen.