Hertha BSC

Manager Bobic plädiert bei Hertha BSC für mehr Realismus

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Fredi Bobic will bei Hertha BSC eine Entwicklung sehen.

Fredi Bobic will bei Hertha BSC eine Entwicklung sehen.

Foto: Martin Rose / Getty Images

Manager Fredi Bobic schwört die Fans von Hertha BSC bei der digitalen Mitgliederversammlung auf neue Wege ein.

Berlin. Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic kann sich eine Weiterbeschäftigung von Trainer Tayfun Korkut beim Berliner Fußball-Bundesligisten Hertha BSC vorstellen. „Dem steht nichts im Wege, wenn alles so läuft, dass es auch weitergehen könnte, aber ich will eine Entwicklung sehen“, sagte der 50-Jährige auf der digitalen Mitgliederversammlung am Sonntag. Korkut hat bisher einen Vertrag bis zum Saisonende.

Bobic verteidigte in einer knapp 40–minütigen Rede auch den Wechsel von Pal Dardai zu Korkut Ende November. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich in der Spielweise etwas ändert. Wir wollten neue Wege gehen“, erklärte Bobic.

Hertha BSC soll Verstärkung bekommen

Im 47-jährigen Korkut holte der ehemalige Nationalspieler zwar einen Trainer, den er sehr gut kannte. „Aber keinen Buddy, sondern einen Fußball-Lehrer, der für etwas steht und die Mannschaft weiterbringen möchte“, betonte Bobic einen Tag nach dem 0:0 der Berliner beim Krisenklub VfL Wolfsburg, der zuvor acht Pflichtspiele in Serie verloren hatte. Bobic versucht weiterhin, neue Spieler nach Berlin zu holen. Der Markt sei im Winter-Transferfenster aber sehr überschaubar.

Gleichtzeitig hat der Manager die Fans des Hauptstadtklubs auf mehr Realismus eingestellt. Er werde „keine Luftballons hochsteigen lassen und irgendwas erzählen, was nicht der Realität entspricht“, sagte Bobic: „Die Realität ist: hart arbeiten, um besser zu werden und vor allem die einfachen Dinge richtig machen.“

Bei Hertha BSC soll Struktur der Mannschaft verbessert werden

Nach sieben Monaten im Amt sehe er „sehr viele Fortschritte“, auch wenn diese für Außenstehende oft nicht erkennbar seien. „Aber ich sehe sie“, betonte der Nachfolger von Michael Preetz, „das Miteinander wird immer besser und klarer, die Projekte werden angeschoben.“

Die größte Aufgabe sei es, die Struktur innerhalb der Mannschaft weiter zu verbessern. Dies sei trotz der 374 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst aufgrund der Auswirkungen in der Corona-Pandemie nicht so leicht. Trotzdem wolle man „weg von der Passivität hin zur Aktivität“.

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( dpa/sid )