Eishockey

Para-Eishockeyteam kämpft in Berlin um Peking-Ticket

| Lesedauer: 2 Minuten
Marcel Stein
Christian Pilz wirbt bei den Eisbären Berlin um Aufmerksamkeit für das Turnier der Para-Eishockeyspieler.

Christian Pilz wirbt bei den Eisbären Berlin um Aufmerksamkeit für das Turnier der Para-Eishockeyspieler.

Foto: nordphoto GmbH / Engler / picture alliance / nordphoto GmbH / Engler

In Charlottenburg will sich die deutsche Auswahl für die Paralympics qualifizieren. Freitag geht es gegen Italien los.

Berlin. Christian Pilz drehte eine kleine Runde, nahm den Puck beim Kampfgericht in Empfang und fuhr zum Bullykreis. Dort durfte er auf seinem kleinen Schlitten sitzend das Spiel der Eisbären Berlin gegen die Iserlohn Roosters (4:1) ehrenhalber eröffnen – und so ein bisschen Werbung machen für seine eigenen Partien. Mit der Para-Eishockeynationalmannschaft tritt der Dresdner von Freitag bis Mittwoch in der Charlottenburger Eishalle „P09“ an und kämpft um die Paralympics-Qualifikation. Los geht es gegen Italien (18.30 Uhr, Glockenturmstraße).

Die Zuversicht ist groß beim deutschen Team. „Wir haben eine sehr starke Mannschaft. Es ist der gleiche Kader wie schon in Schweden vor knapp zwei Monaten. Die Jungs sind eng zusammen gewachsen und sind bereit“, sagt Bundestrainer Andreas Pokorny. In Schweden wurde die deutsche Auswahl bei der B-WM Zweiter, damit gelang zum einen der Sprung in die A-Gruppe, aber ebenso der zum Qualifikationsturnier, das der Deutsche Behindertensportverband (DBS) sogleich als Ausrichter in die Hauptstadt holte.

Deutsches Team muss einen der ersten beiden Plätze belegen

Damit fachte der Verband die Motivation der Mannschaft noch weiter an. „Für uns ist das ein Riesengeschenk und eine Riesenchance zugleich“, sagt Pokorny. Zuletzt nahm das deutsche Team 2006 in Turin an den Paralympics teil. „Die Chancen stehen sehr gut, wir sind in super Form. Wir sind aktuell die beste deutsche Mannschaft, die es je gab“, erzählt Stürmer Frank Rennhack. Einer der ersten beiden Plätze muss in dem Sechser-Turnier erreicht werden, damit das Ticket für Peking (4. bis 13. März 2022) gelöst wird.

Nach den Italienern ist am Sonnabend Norwegen der nächste Gegner. Am Sonntag trifft das Team auf Japan, Dienstag sind die Schweden die Kontrahenten. Zum Abschluss steht das Duell mit der Slowakei auf dem Programm (jeweils 18.30 Uhr). „Ich bin guter Dinge, das wir uns ein von den letzten beiden Plätzen schnappen können“, so Rennhack.

Mehr zum Eishockey finden Sie hier.