Viktoria Berlin

Viktoria Berlin kämpft gegen den Fluch des guten Starts

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Enes Küc (l.) und Viktoria Berlin wollen zurück in die Erfolgsspur.

Enes Küc (l.) und Viktoria Berlin wollen zurück in die Erfolgsspur.

Foto: Reinaldo Coddou H. / Getty Images

Viktoria Berlin will am Sonnabend gegen Tabellenführer Magdeburg befreit aufspielen – trotz Negativserie.

Berlin. Eigentlich ist Viktoria Berlin jetzt genau da, wo man hinwollte. Im Mittelfeld der Dritten Liga, mit einem angenehmen Polster zu den Abstiegsrängen. Dass die Stimmung trotzdem ein wenig angespannt ist, haben sich die Berliner fast selbst zuzuschreiben. Nach acht Spieltagen war das Team von Trainer Benedetto Muzzicato mit 17 Punkten Zweiter, zwischenzeitlich sogar Tabellenführer.

„Man verliert an Realismus, weil man nie daran denkt, wo man herkommt, Saisonstart hin oder her“, erklärt der Coach. Vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend beim jetzigen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg (14 Uhr, RBB und Magentasport) sieht die Lage anders aus. In den vergangenen Spielen gab es nur einen Punkt, Platz acht ist die Folge.

Viktoria Berlin soll weiter offensiv spielen

Der Realitätscheck soll die Stimmung beim Aufsteiger aber nicht trüben. „Mit unserer Art und Weise und dem Kader machen wir einen guten Job und sind auf gutem Weg. Bis zur Winterpause wollen wir noch ein paar Spiele gewinnen. Aktuell verspüre ich keinen Druck“, sagt der 43-Jährige.

Natürlich sei die Negativ-Serie eine „Sache, die man aufnimmt“, meint der Deutsch-Italiener. Muzzicato bemängelt, dass der gute Saisonstart die eigentlichen Zielsetzungen vernebelt habe: „Wir sind ein Regionalligateam, das in der Dritten Liga bestehen will. Das Ziel im ersten Jahr ist es, über dem Strich zu stehen. Andere Mannschaften hätten gern 18 Punkte.“ Zudem soll die Mannschaft die zumeist begeisternde Spielweise nicht ändern. „Kein Mensch sagt mir irgendetwas, dass wir etwas anders machen müssen“, so Muzzicato.

Ob der verletzte Topscorer Tolcay Cigerci beim Spitzenreiter auflaufen kann, sei noch ein „großes Fragezeichen“. Kleiner Mutmacher: Mit Baris Atik, der in den vergangenen 27 Spielen 28 Scorerpunkte gesammelt hatte, fehlt auch den Magdeburgern von Trainer Christian Titz ihre Führungsfigur.

( BM )